Warteschleife

Gestern war heute noch Morgen. (BO)

Ich warte
– auf die Indikation für die Hormonsubstitution
– auf den Beginn meiner Begleittherapie
– auf die Studienpläne, da ich ohne die keinen festen regelmässigen Termin für die Thera ausmachen kann
– auf den Vorlesungsbeginn, da es verbindliche Studienpläne erst zwei Wochen nach Vorlesungsbeginn gibt
– auf den Umzugstag
– auf meine Gehaltserhöhung, da ich ohne sie den Umzug nicht bezahlen kann

Ich warte auf den gestrigen Tag und ein besseres Morgen.
Schon wieder. Dabei hatte ich doch beschlossen, nicht mehr in der Zukunft, sondern in der Gegenwart zu leben. Heute. Jetzt.
Als Kind/Jugendlicher habe ich überwiegend in der Zukunft gelebt, stets Pläne geschmiedet, wie alles werden würde, wenn ich mal gross wäre oder wenn….
Und dann kam alles ganz anders.

Zwischendurch brauchte ich eine Weile, um das aufzuarbeiten, was gewesen war. Das ich zu der Zeit, als es passierte, irgendwie an mir vorbeiging.

Und jetzt les ich was vom Resilienzfaktor. Vielleicht ist der bei mir einfach zu hoch? Oder zu niedrig, wie mans nimmt…

Warum sitze ich eigentlich hier und warte und grübel übers Warten nach? Ich könnte die Zeit doch mit etwas Sinnvollerem verbringen. Ich könnte leben, im Hier & Jetzt. Ja, ich könnte – wenn…

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