Beratungsgespräch zur Mastektomie

Tja… was soll ich sagen. Mein Therapeut hat schon recht, wenn er sagt es ist noch zu früh.

Aufgerufen wurde ich im Wartezimmer mit „Frau … „, obschon auf der Einweisung beide Vornamen standen und ausserdem fett Transsexualität. Schlamperei, wie ich finde. Man kann es natürlich auch so sehen, dass die Tante an der Rezeption da keine Ahnung von haben muss – sehe ich anders.

Die Mastek ist mir natürlich im Moment die wichtigste OP. Hellsehen kann der Chirurg aber auch nicht. Was ich übrigens gut finde, denn das zeigt mir, dass er mir nicht das Blaue vom Himmel verspricht.

Theoretisch wäre das Übergewicht an sich kein Grund, nicht zu operieren. Die OP-Tische halten bis 160kg aus.
Wenn er jetzt operieren sollte, würde er grössere Schritte (in der Falte drunter und von dort längs hoch) brauchen als vielleicht später nach einer Gewichtsreduktion (nur kreisrund um die Brustwarzen) notwendig wären. Wenn ich nach der Mastek noch gross abnähme, würden Korrekturen erforderlich, die man sich mit abwarten auch sparen könnte.
Anderthalb Jahre Testo sollte man schon haben vorher.

Gesetzt den Fall, ich käme zu einer Ausgangslage, in der man die subkutane Methode machen könnte, dann käme die Brustwarzenverkleinerung erst im zweiten Schritt dran. Die Brustwarzen würden so oder so gestielt werden.

Hysto und Abdominoplastik würde er auch machen, aber alles einzeln. Weil es sonst zu gefährlich wäre wegen der Wundheilung.
Die Unterbringung wäre einzeln und Dauer des Aufenthalts jeweils eine Woche.

Das ist so in etwa das, was von meinem Konzept übrig geblieben ist. Wegen der Risse meinte er, da würde keine Spannung draufkommen. Ich weiss auch nicht, ob er ganz verstanden hat, was meine Sorge dabei war. Ich war einfach zu fertig von der Aussicht auf ewige Warterei (anderthalb Jahre Testo plus die anderthalb Jahre Therapie vor Testo oder wahlweise 5 Jahre zum abnehmen) und weils überhaupt anders gelaufen ist, als ich mir vorgestellt hatte. Kontrolle verloren.

Ich war nicht darauf vorbereitet, dass noch eine zweite Person anwesend sein würde. Ich hatte auch nicht erwartet, dass er mich dazu befragen würde, wie weit ich bin mit meinem Transweg. Fühlte mich iwie in die Enge getrieben, weil ich ja selbst schon wusste, dass es noch viel zu früh ist…

Das gute ist aber, ich bin jetzt überzeugt davon, dass es wirklich möglich ist.

Damals, als ich bei der Barbie-Puppe die Brüste entfernt habe, ist sie kaputtgegangen. Das wird bei mir nicht passieren.

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