Szenario Einsame Insel

Hie und da taucht die Frage danach auf, ob man die Transition auch dann wollen würde, wenn man auf einer einsamen Insel leben würde.

Ich stell mir die Szene so vor, dass ich da auf der Insel mit dem gleichen Komfort lebe wie hier. An dem Transitionsprozess an sich ändert sich nichts. Ich muss also so oder so Gutachter aufsuchen und die Risiken der OPs bleiben dieselben. Keine Fee, die mit dem Finger schnippst.

Was wäre wirklich anders als hier und jetzt? Ich lebe doch ohnehin schon isoliert inmitten der anonymen Masse. Mein Freund würde mir dort sehr fehlen. Angenommen es gäb auch kein Internet – die Hölle. Dann gibt es niemanden mehr, der mich von mir selbst ablenkt.

Was die Frage nach der Transition angeht: Dann erst recht!

Denn dann gibt es auch niemanden, der mich dazwischen blöde anstiert. Niemanden ausser den Gutachtern, dem ich mich erklären muss. Niemanden, dem gegenüber ich Rechenschaft ablegen muss oder meine Männlichkeit beweisen.
Dann könnte ich die Dinger einfach hängen lassen, solange sie noch dran sind. Stört mich selbst nur bei Bewegung erheblich. Sonst verdränge ich deren Existenz.

Gut, die Namensänderung bräuchte ich auf einer einsamen Insel nicht unbedingt. Da spricht mich dann ja auch niemand damit an.
Aber die körperliche Veränderung würde ich dann umso eher wollen. Dann fände ich Narben auch nicht so schlimm.

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