Schluss mit Lustig

Jetzt werden härtere Geschütze aufgefahren: Antidepressiva

Geht nimmer anders.

/edit 14.06.09, 03:13
Heute war ein guter Tag, Und Donnerstag eigentlich auch. Vielleicht kann ich es auch ohne das Zeug schaffen.
Meine Antriebslosigkeit bezieht sich in erster Linie auf das Studium. Dass ich nich so ganz auf der Höhe bin is ja klar…
Es gibt halt schon Sachen, die ich gut gemanaget kriege.
Und hat nicht jeder mal nen schlechten Tag? Ich hab zwar jetzt ne Menge mehr davon, aber das is doch auch logisch.

Das Ding is einfach, son Antidepressivum fummelt in meinem Gehirn rum. Der Gedanke ist mir nicht geheuer.
Und: Bisher gings ja auch ohne.
Wenn ich einfach bald Testo bekäme, würde sich mein Passing erheblich verbessern und die meisten der mich jetzt belastenden Konflikte durch die TS verschwänden. Ursachen beheben is auch mehr mein Ding als Symptome lindern.

Und dazu kommt, dass ich iwie das Gefühl hab, ich müsse richtig schlimm krank (im Kopf!) sein, wenn ich soweit bin, Antidepressiva zu brauchen.
Ich weiss, das ist ein absolut blödes Vorurteil (ich entschuldige mich bei allen Leute, die je Antidepressiva genommen haben) und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen. Im Gegenteil, Hilfe annehmen zu können ist eine Stärke. Trotzdem, leider.

Ich glaub, es hilft mir am besten, wenns einfach auf dem Schreibtisch liegt und ich es nehmen könnte – aber nicht muss.
Das werd ich wohl auch dem Thera sagen am Mittwoch.

/edit 15.06.09, 13:33
Hab eben beim Hausarzt angerufen, die Blutwerte sind ok.

Ich hab mich jetzt dazu entschieden, heute abend mit einer halben Tablette pro Tag anzufangen. Wenn alles gut geht, ist es dann in zwei Wochen eine pro Tag.

Und zwar deshalb, weil:
Ich kenne zwar die Ursache für die Depressionen, aber diese lässt sich nicht von jetzt auf gleich beheben.
Grundsätzlich bin ich kein Fan davon, nur die Symptome zu lindern und sich nicht weiter für die Ursache zu interessieren. Das trifft aber hier nicht zu, denn an der Ursache arbeiten wir ja. Also warum soll ich weiter rumleiden?
Mein Therapeut hat meinen aus der TS resultierenden Leidensdruck zur Genüge mitbekommen. Von daher muss ich mir auch keine Sorgen wegen der Diagnose machen.

Zudem fangen in drei Wochen die Klausuren an. In der jetzigen Situation weiche ich allen potentiellen Belastungen aus, kann mich nichtmal (allein zu Hause!) ans Programmieren setzen.
Was ich grad hinkriege ist essen, Sport (dabei abnehmen) und ein bisschen was im Haushalt tun. Das wars auch schon.
Ich möchte es wenigstens versuchen, einen Teil der Klausuren zu schreiben. Ich werd sicherlich bei mindestens einer durchfallen, weil ich schon so lange hab schleifen lassen. Aber es nichtmal versucht zu haben fühlt sich noch beschissener an als zu Recht durchzufallen.

Ich denke auch, wenn ich etwas stabiler bin, haben wir in der Therapie eine bessere Arbeitsgrundlage. Später, wenn durch Testo die häufigsten Konflikte durch dann vorhandenes Passing nicht mehr auftreten, kann ich das Zeug ja wieder absetzen und habe somit wenigstens die elende Wartezeit überbrückt.

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