KK-Antrag und noch ein Beratungsgespräch

Als der vorläufige Beschluss zur VÄ vorlag, fanden mein Therapeut und ich, dass es der richtige Zeitpunkt sei, nun die Kostenübernahme bei der Krankenkasse zu beantragen.

Am 09. Juli diesen Jahres habe ich also meinen Antrag eingereicht mit OP-Indikation meines begleitenden Psychotherapeuten, einer Kopie des vorläufigen Beschlusses und einem Umschlag für den MDK mit Kopien beider Gutachten, die das Gericht im Rahmen der VÄ beauftragt hatte. Da es eh schon ein grosser Umschlag war, habe ich den Scan mit Personalausweis und dgti-Ausweis ausgedruckt und mit dabeigelegt.

Im Anschreiben habe ich u.a. berichtet, wann ich mich geoutet habe, seit wann ich bei meinem Thera bin, seit wann ich Hormone bekomme und den schicken Satz
„Der Leidensdruck, der durch die Transsexualität hervorgerufen wird (und auch psychologisch festgestellt wurde), wird zunehmend stärker, sodass operative Maßnahmen unumgänglich werden.“
untergebracht – und genau der spiegelt auch mein Empfinden wider.
Weiterhin habe ich in Stichworten aufgelistet, welche OPs ich plane (also alle).

Als ich im Urlaub war, bekam ich dann einen Anruf, dass der Vorgang nicht weiter bearbeitet werden könne, weil der aktuelle Hormonstatus fehlt. Da ich für Ende August ohnehin den nächsten Termin beim Endo hatte und mir ein nur 10 Tage früherer Termin zur Blutabnahme angeboten wurde, habe ich mich in Geduld gefasst und den neuen Termin ausgeschlagen.
Dann war natürlich mein Endo im Urlaub, so dass sein Vertreter das organisieren musste.
Ich bekam einen Briefumschlag adressiert an

Frau
[männlicher Vorname](rechtl. [weiblicher Vorname]) [Nachname]
[Strasse und Hausnummer]
[PLZ und Ort]

den ich eingescannt an meinen Endo gemailt habe mit meinem Dank für die zeitnahe Zusendung der Laborwerte verbunden mit meiner Empfehlung, künftig von Adressierung solcher Art abzusehen da unzutreffend und evtl. ein Verstoss gegen das Offenbarungsverbot § 5 TSG.
(Mir wärs ja wurst, aber Leute wie mein Onkel würden den sofort verklagen. *g)

Jedenfalls hab ich dann eine hübsche Kopie von meinem neuen Personalausweis für die Krankenkasse gemacht und mit dem endokrinologischen Befund hingeschickt.
Und gleich mitgeteilt, dass ich die Mastek bei Herrn Prof. Dr. med Jörg Schwarz in der Asklepios Klinik Nord in Hamburg machen lassen möchte.

Mit dem habe ich mich nämlich auch persönlich unterhalten und er hat mich einfach überzeugt. Er war mir gleich sympathisch und hat mir von sich aus Bilder von OP-Ergebnissen gezeigt.
Für mich war es einfach wichtig, die Möglichkeit wenigstens überprüft zu haben, ob es in meinem Fall ohne grosse Narben ginge. Da dem nicht so ist, fühle ich mich bei ihm in guten Händen.
Mein Übergewicht ist überhaupt kein Problem und wenn ich nach der OP abnehme, dann ja am Bauch und nicht an der Brust, sagt er. Also sieht er auch keinen Grund für späteren Korrekturbedarf. OP-Termin bekäme ich ein oder zwei Wochen nachdem ich die Kostenzusage habe und Eierstöcke/Gebärmutter können gleich in einem Aufwasch mit raus.

Also is jetz die KK am Zug.

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