dgti diskutiert Umgestaltung des rechtlichen und medizinischen Wegs

Seit gut einer Woche bin ich bei der dgti im Forum unterwegs.

Dort habe ich erfahren, dass es bereits 2007 von der dgti formulierte Eckpunkte für eine Reform des TSG gab. Ausserdem erhielt ich Kenntnis von einem Gesetzesentwurf der Grünen vom Juni letzten Jahres: Grünen-Fraktion will Transsexuellengesetz ersetzen.

Dieser Gesetzesentwurf ist natürlich schon ein gewaltiger Schritt nach vorne, aber das Gelbe vom Ei ist es noch nicht.

Zur Optimierung des medizinischen Wegs habe ich meiner Phantasie freien Lauf gelassen:

Es gibt einen Ausbildungsberuf des Transitionsbegleiters. Im Unterschied zum herkömmlichen Übergang (http://eltern.bonfig-team.de/uploads/da … iculum.pdf) mit Kindern ist diese Begleitung speziell auf den Umgang mit mehr oder minder erwachsenen Transleuten geschult.
TransBegleiter haben ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte der Transleute und stehen Transleuten in jeder Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite.
Die Kontaktaufnahme ist freiwillig.
Das Angebot umfasst:
[*] Beratung über Chancen und Risiken körperlicher Geschlechtsangleichung (grober Überblick, ersetzt nicht das individuelle Gespräch mit dem Operateur)
[*] Aufklärung über die Wirkungsweise von Geschlechtshormonen
[*] Besprechung von Möglichkeiten, ohne körperliche Angleichung zurechtzukommen
[*] Stylingtips und Passing-Feedback.
[*] Stimmtraining
[*] Unterstützung beim Papierkram (Anschreiben in Sachen VÄ, aber auch Antrag bei der KK)
[*] Bestätigungsschreiben für die Ärzte, dass Beratung in Anspruch genommen wurde

Das sind so in etwa die Leistungen, die ich für wichtig halte. So eine Begleitung hätte ich mir für meinen Weg gewünscht, musste mir jedoch alles zusammensuchen.
Natürlich möchte ich sämtliche Fristen abschaffen, die der MDK verhängt hat. Denn die machen mich krank.

Aber wie man das dann durchsetzen soll, das weiss ich leider auch noch nicht.

Sehr positiv überrascht bin ich übrigens, wie sehr sich inzwischen alles vernetzt, um eine angemessene rechtliche Regelung für alle intersexuellen und Transleute zu finden.

ATME e.V. hat bei Transgender World zum Aktionsbündnis aufgerufen und dgti e.V. spricht jetzt andere wie beispielsweise ATME e.V. und TriQ e.V., aber auch regionale Vereinigungen, gezielt an und lädt zu gemeinsamen Gesprächen ein.

Natürlich können nicht alle einzeln angesprochen werden, zumal es ja sicherlich auch Transleute gibt, die wie ich gar keinem Verein angehören – wer mitreden möchte, mag sich gerne (einfach im Forum an)melden.

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