encore une fois Studiengang wechseln

Liebes Tagebuch,

muss das eigentlich sein? Kann ich mich nicht mal auf Anhieb richtig entscheiden?

Tagebuch: Wieso, wie meinst Du das?

Hotte: Naja, als es um die Berufsausbildung ging, hab ich mitten ins Klo gegriffen und erst beim zweiten Anlauf einen für mich passenden Ausbildungsberuf erwischt.

Jetzt beim Studium im Grunde dieselbe Shice nochma. Angewandte Informatik ist doch voll daneben für mich. Gut, hätten die das „Studierter Programmierer“ genannt, dann hätte ich das vorher gewusst. Leider bin ich auf die Marketing-Tricks reingefallen, weil ich mich in der Branche „Hochschule“ noch nicht auskannte.

Tagebuch: Du hast also in der ersten Ausbildung erstmal das Konzept beruflicher Ausbildung überhaupt kennengelernt, Dich darauf dann während der zweiten stützen können und jetzt bist Du auf dem Stand, wie das System Bildung an Hochschulen funktioniert. Das ist doch eine wichtige Grundlage für die Nutzung dieses Systems.

Hotte: Ja, so kannst Du es natürlich auch sehen. Theoretisch könnte ich mich jetzt durchwichsen, mich durch Praktika durchschleifen lassen und mir so die PVL ergaunern und für die Klausuren Inhalte auswendig pauken, ohne die Konzepte verstanden zu haben. So hätte ich dann auch einen HS-Abschluss. Aber das will ich nicht. 

Ich hab auch überlegt, ob ich mein Wissen über die Profs publizieren sollte (wie man die PVL kriegt, was klausurrelevant ist…) und mich dagegen entschieden. Das macht es den ethikbefreiten Leistungserschleichern zu einfach.

Tagebuch: Meintest Du nicht, man lernt ohnehin nur Inhalte, die man später nicht braucht?

Hotte: Ja, das stimmt. Aber auf die Inhalte kommt es ja auch gar nicht an. Es geht darum, mit diesem Lappen nachzuweisen, dass man als Rädchen im System funktionieren kann.

Und ich kann nur dann funktionieren, wenn ich das tue, was ich ohnehin tun will.

Tagebuch: Wird jetzt auf einmal das WAS relevant? Bisher sagtest Du, das WAS ist Dir eigentlich egal, es käme nur aufs WIE an.

Hotte: Indirekt jezt ja. Da hast Du mich erwischt. 

Tagebuch: Ach was. *grins

Hotte: Angenommen, die Arbeitsatmosphäre sei überall gleich, dann wird natürlich die Tätigkeit an sich zum Kriterium.

Da die Arbeitsatmosphäre auf dieser abstrakten Ebene eine unkalkulierbare Größe ist, muss sie vernachlässigt werden.

Tagebuch: Wie war das doch gleich, warum hattest Du Mathe im Abi abgewählt?

Hotte: Weil ich es konnte und der Lehrer mich nicht begeistern konnte. Eine simple, unbewusst durchgeführte Heuristik.

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