90-Tage-Challenge Tag 12

Am Mittwoch hatte ich vor dem Workout keinen Muskelkater und kein gar nix – während des Trainings begann ich, meine Muskeln zu spüren und gestern hatte ich einen herkömmlichen Muskelkater. Der war nicht von der so fiesen Sorte wie der erste während dieser Challenge. Laut Mark Lauren soll man nach drei Wochen damit durch sein.

Dieses Workout ist vom Prinzip her so ähnlich aufgebaut wie das OPUS von Tag 3, nur dass es diesmal 45 Sekunden Belastung gibt anstatt 40 und nur 15 Sekunden Pause anstatt 20. Und man macht wie beim EVAL alle Sätze einer Übung nacheinander, anstatt in Runden vorzugehen und jeweils die Übung zu wechseln.

Da glaube ich nicht, dass diese kurzen Pausen mir reichen werden, da ich damit bereits beim ersten Durchgang der Challenge die meisten Schwierigkeiten hatte. Wahrscheinlich hilft es aber, während der Belastungszeit ganz bewusst meine Kräfte besser einzuteilen.

HAMMER, Wiederholungen des jeweils letzten Satzes
Skorpion   
3-Punkt     7
Kreuzheben 15
Fallschirm 55
Lunges     12

Heute sind mir einige Themen durch den Kopf gegangen, einiges davon sind bereits angefangene Beiträge fürs Blog im Entwurfsstatus. Insgesamt ist meine Konzentration heute sehr gut, ich habe nur einmal in der Pause so viel notiert (von dem, das mir auffiel und was ich hier berichten wollte), dass ich die Pause unbeabsichtigt auf die dreifache Zeit verlängert habe.


 

Ich musste daran denken, wie schwer mir meine ersten Schritte in einen aktiven Alltag gefallen waren und welch große Unterstützung mir Alexander dabei war, Bewegung genießen zu lernen. Ich würde gerne das, was er mir durch seine Begleitung als Trainer über ein Jahr hinweg geschenkt hat, heute weitergeben und andere auf diese Weise begleiten.

Am Tag 1 der 90-Tage-Challenge bin ich zweimal gescheitert, beim ersten Mal mit sehr viel größerer Frustration als beim zweiten Mal. Vor allem deshalb, weil ich beim zweiten Mal schon gar nicht mehr so viel von mir erwartet hatte.

Was ich mir vorstellen könnte anzubieten, wäre eine Art Vorbereitungskurs auf die 90-Tage-Challenge, während dem man erstmal langsam in bewusste Körperwahrnehmung einsteigt und nach und nach zur korrekten Körperhaltung findet, die einnehmen zu können für viele der Übungen grundlegend ist.

Mit mehr als 120 Kilo Schlachtgewicht fiel mir das noch sehr schwer, aber nach einem Jahr regelmäßiger harter Arbeit (2 Stunden/Woche), die sehr gut angeleitet war, habe auch ich meine erste Liegestütze geschafft, ohne dass ich dabei ins Hohlkreuz kam.


 

Auch in den anderen Pausen kam ich nur gelegentlich mit den 15 Sekunden aus, fühlte mich aber sehr wohl dabei, mir bewusst so viel Zeit zu nehmen, wie ich brauche.

Beim Skorpion, fällt mir jetzt beim Abtippen der Werte siedendheiß auf, dass ich die falsche Übung gemacht habe. Stattdessen habe ich mich nämlich an der 3-Punkt-Liegestütze geübt. Nun, so sei es. Ich fange jetzt nicht von vorne an deswegen. Nobody is perfect.

Bei den Liegestützen also ist mir in leichter Ausprägung diese Welle aufgefallen, die entsteht, wenn die Körperspannung nicht ausreichend ist. Die Arme sind stark genug, das Gewicht des Oberkörpers hochzustemmen, aber die Muskeln am unteren Rücken schaffen es nicht, den Core so zu stabilisieren, dass man dabei in einer geraden Linie bleibt.

Mein Trainer hatte mir dazu mal gesagt, man macht besser gar keine Liegestütze, als solche unausgeglichenen mit dieser Welle – das ist schlecht für die Wirbelsäule. Nun habe ich lediglich Tendenzen in diese Richtung wahrgenommen und ich denke es ist grenzwertig, aber noch okay. Wäre es deutlicher, müsste ich auf vorbereitende Übungen zurückgreifen. Gut möglich, dass mir das überhaupt nur deshalb passiert ist, weil die Liegestütze heute gar nicht dran waren.

Beim Kreuzheben hatte ich anfangs nur sehr leichte Koordinationsprobleme, die  sich schnell gegeben haben. Inzwischen kann ich die Arme einzeln ausstrecken, ohne die Hände aneinander festzuhalten.

Beim Fallschirmspringer hat mir wieder das Schambein weh getan, auf dem sich das gesamte Körpergewicht während dieser Übung konzentriert. Ich glaube, auch das hängt damit zusammen, dass ich die Arme höher gehoben habe als die Beine. Da werde ich das nächste Mal darauf achten, mein Gewicht zu verlagern. Inzwischen bin ich wohl gelenkiger, als ich das für die Challenge sein müsste.

Bei den Lunges habe ich versucht, mich auf die Ferse zu konzentrieren, die das Gewicht beim Hochstemmen trägt. Davon haben mich die ausgestreckten Arme häufig abgelenkt, deren Muskeln zitterten.

Wenn ich daran denke, dass ich vor anderthalb Jahren, als ich mit dem Schwimmen anfing, die Arme – wegen der Weichteilhemmung – überhaupt nicht so strecken konnte, wie man es üblicherweise macht, um „in einen Pool zu springen“ (nämlich so, dass die Arme hinter dem Rücken gestreckt sind und der Kopf dazwischen durchpasst), dann ist das für mich nach wie vor erstaunlich, wie sehr sich das verändert hat.

Mit meinem heutigen Frühstück habe ich die Weintrauben alle gemacht und ich freue mich darauf, gleich einkaufen zu gehen. Die Sonne scheint so schön!

 

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