Streckentauchen: Tschakka!

Sooooo!

An meine depressiven Denkmuster: Ihr könnt mich mal bald – es gibt wieder Fortschritts-Alarm!

Das Streckentauchen, für das ich wie berichtet monatelang falsch trainiert hatte und bei dem ich so lange ein Brett vor dem Kopf hatte, ist mir heute beim zweiten Anlauf gelungen.

Mental gewendet habe ich das ganze, weil unter einigen gut gemeinten Rat-Schlägen, die mich nur noch nervöser machten, auch dieser Tipp gegeben wurde: Das Gefühl, man habe nicht mehr genug Luft, ist ein Signal vom Gehirn, das man ruhig ignorieren kann.

Das war für mich eine sehr wertvolle Information, denn gegen meinen Impuls handeln muss ich aufgrund der Neigung zu Manien und Depressionen recht häufig und bin es daher gewohnt.

Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass der meiste Sauerstoff aus der Lunge wieder ausgeatmet wird, konnte ich diesen Rat leicht beherzigen. Man muss wirklich nicht sofort auftauchen und einatmen, nur weil dem Gehirn das gerade in den Kram passt.

Deshalb konnte ich, als ich nur noch 5 Meter vor mir hatte, ganz bewusst den Impuls unterdrücken und stattdessen kontrolliert einige Bläschen ablassen, den Kopf senken, um tief zu bleiben und noch mehr Kraft aufs Tempo legen. Erst dann wurde Adrenalin ausgeschüttet und ich hätte wohl auch noch weitertauchen können.

Natürlich wurde mir auch sofort zu meiner Leistung gratuliert, aber dafür war ich in dem Augenblick nicht wirklich offen. In der Erinnerung fühlt es sich aber schön an, irgendwie sowas wie erschöpft, aber glücklich.

 

Eine Antwort

  1. Zum Thema Atmung möchte ich aus eigener Erfahrung etwas beitragen, weil mich Dein Beitrag daran erinnerte, was für eine schwierige, aber beeindruckende Lektion es für mich war, zu begreifen, dass es sich ganz anders anfühlen kann, als es tatsächlich ist, z. B. ich eigentlich einen Überdruck in den Lungen hatte, wenn ich meinte, keine Luft zu bekommen.
    Die Pausen zwischen Ein- und Ausatmung finde ich manchmal besonders spannend zu beobachten – und beruhigend, wenn ich mich darauf einlasse (Yoga-Übung).

    Gefällt 1 Person

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