90-Tage-Challenge Tag 22

Mein letztes EVAL im ersten Drittel. Diese Woche sind es noch drei Workouts, ab der kommenden Woche sind nur noch der Feiertag (jeden Mittwoch feiere ich die Teilung der Arbeitswoche) und das Wochenende der Regeneration vorbehalten.

Heute früh war ich wie auch gestern abend sehr aufgedreht und habe mich ganz bewusst gebremst und versucht, vor allem die Bodyrocks als erste Übung sehr langsam zu machen. Durch langsamere Bewegungen und langsames Atmen beruhigen sich auch die Neurotransmitter im Gehirn.* Deshalb ist das für mich sehr wichtig, wenn es mir besonders gut geht und ich einen sehr starken Antrieb habe, auch zur Ruhe zu kommen und an ausreichende Pausen zur Regeneration zu denken.

EVAL, Level 1
Bodyrocks:                37 34 32 35
Türziehen:                12 13 13 12
Prisoner Back Lunges:     12 12 12 12
Enge 3-Punkt-Liegestütze: 09 08 07 07

Heute war meine Konzentration relativ gut, auch wenn sie schonmal besser war. Bereits gestern beim Schwimmen war meine Koordinationsfähigkeit gefragt, weil ich mir die Abschlagsübung einprägen musste. (Das ist eine bestimmte Übung um die Technik beim Kraulen zu verbessern.)

Das Gehirn muss dabei dem einen Arm den Befehl geben, sich gerade zu strecken, während es dem anderen Arm sagt, dass dieser in angewinkelter Haltung durchgezogen werden soll. Dazu kommt noch der Kopf, der jeweils nur zu einer Seite atmen darf – die Beine steuer ich dann schon aus dem Rückenmark, wie mein Vater sagen würde.

Symmetrische Bewegungen fallen mir allesamt leichter als asymmetrische. Ich würde fast behaupten, das ginge jedem so.

Bei den 3-Punkt-Liegestütze ist es ähnlich: Das eine Bein bleibt gerade angespannt und trägt die gesamte Last, die auf den Unterkörper wirkt, während das andere Bein zwar auch gerade ausgestreckt ist, aber unbelastet bleibt und einen anderen Winkel zum Becken aufweist.

Das ist nicht so einfach, das alles im Kopf geregelt zu kriegen. Gerade dann, wenn ein Bewegungsablauf erst neu erlernt wird. Aber wie beim Auto fahren lernen, wo erst tausend verschiedenen ungewohnte Handgriffe und Blicke auf einen einstürmen, hat man es auch beim Sport irgendwann drauf und es läuft ganz fließend, ohne bewusst darüber nachdenken zu müssen, eben aus dem Rückenmark ab. Und dann trifft wohl auch der Satz, sowas wie Radfahren verlerne man nie – das ist vom Prinzip her eigentlich dasselbe. Eine ganzheitliche, sowohl geistige als auch körperliche Herausforderung.

Ich merke, ich schweife immer wieder ab.^^

Eigentlich gibt es nicht mehr viel zum heutigen Training zu sagen. Ich habe dreimal die Pausenzeit überschritten, weil meine Gedanken woanders waren. Ich finde, ich habe es sehr viel besser hingekriegt, meine Power auf die verschiedenen Übungen zu verteilen, auch wenn es keine besseren Zahlen für die Liegestütze gibt. Es hat sich insgesamt nicht so anstrengend angefühlt, ich war weniger aus der Puste und hatte auch nicht so einen roten Kopf wie neulich.

Ich überlege gerade, wo ich das am besten unterbringe, dass ich überhaupt mit Bewegung angefangen habe, weil das gut für mein Gehirn ist und nicht etwa, weil ich sooo unbedingt abnehmen wollte. -.-

Egal, Schluss jetzt. Gehen Sie bitte weiter, es gibt nichts zu sehen!


 

*) Es gibt ja diese Wechselwirkung zwischen dem Körper und der Seele, wovon psychosomatisch bedeutet, dass ein seelischer Konflikt sich auf der Körperbühne zeigt und somatopsychisch bedeutet, dass der Körper einen Einfluss auf die Seele hat. Jeder weiß, wie gut eine Massage oder ein angenehmes Wannenbad der Entspannung dienlich sein kann oder eben wie sehr es auch die Psyche belastet, wenn man körperliche Schmerzen leiden muss oder wenn man aufgrund von Körperform durch Über- oder Untergewicht, unpassenden Geschlechtsmerkmalen oder aus anderen Gründen mit seinem Körper nicht zufrieden ist.

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