Frühstück am Samstag: Walnusskerne und Brötchen mit Schokoschmier

Was kcal Fett Kohlehydrate Eiweiß Gramm/ml
853 55,446 69,232 15,816 176,000
Brötchen (vom Bäcker) 141 0,504 29,008 5,040 56,000
Its my Life (Brinkers) 199 13,068 17,496 2,412 36,000
Chocolate Symphony No. 2 (Brinkers) 292 20,574 20,898 3,564 54,000
Walnusskerne (Nüsse selbst geknackt) 221 21,300 1,830 4,800 30,000
25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
59,81% 33,28% 7,60%

90-Tage-Challenge Tag 32

Donnerstag. Jetzt muss ich mal beichten. Auch wenn ich hier tolle Magerquark-Rezepte poste, hatte ich trotzdem gestern einen Mega-Fressanfall mit 2809kcal binnen zwei Stunden. Insgesamt kam ich so an dem Tag auf 4660kcal, was mir ein Plus von 2153kcal beschert. Ein so fettes Plus habe ich bisher nie verzeichnet, aber vermutlich liegt das daran, dass ich immer vorher schon das Aufzeichnen abgebrochen hatte.

Ursachenforschung? Die ganze letzte Woche habe ich mein Kreuz bei „gereizte Stimmung“ gesetzt. Irgendwas wurmt mich. Auch wenn ich Momente finde, in denen ich ausgeglichen bin, so ganz im Reinen mit mir bin ich zur Zeit nicht. Heute konnte ich nach langer Zeit wieder ausschlafen, die letzten Wochen schlafe ich überwiegend kurz, kürzer als mir lieb ist.

Eine meiner Vermutungen ist ein Zusammenhang mit dem am Anfang des 12-Wochen-Intervalls recht hohem Testosteronspiegel, weshalb ich auf Testogel wechseln will, um damit eine Tagesamplitude zu bekommen.

Mein Lieblingsworkout habe ich sehr genossen:

RUCKUS Anzahl Runden: 9

Meine Konzentration war tipptopp. Einmal habe ich mich verzählt beim Kreuzheben.

Die Lunges sind kein Problem, gerader Rücken, Arme in den Nacken gelegt und ganz bewusst das Gewicht auf der Ferse, Schritt nach hinten, kurz mit dem Knie den Boden berührt und wieder hoch.

Bei allen Übungen habe ich nur für die Liegestütze gelebt, um diese sechsmal nacheinander ohne die Zwischenpause absolvieren zu können. Mit ganz bewusstem Einatmen beim Runtergehen und Ausatmen beim Hochstemmen ist mir dies bis auf die letzte Runde auch gelungen. Bei den ersten beiden Runden bin ich mir nicht mehr ganz sicher, das ging irgendwie viel zu schnell. Bei der achten Runde hing das Kreuz einmal durch, daraufhin ging ich noch langsamer runter, so dass ich von den Armen her kaum die Wende schaffte, mich wieder hochzustemmen. Aber der Rücken war gerade.

Beim Kreuzheben wackelte ich ein paarmal etwas – das Kreuzheben ist eine härtere Prüfung auf Ausgeglichenheit als der Baum aus dem Yoga. Volle Konzentration auf den rechten Fuß, der mit sattem Kontakt auf dem Boden ruht und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf das linke Bein, das gerade ausgestreckt nach oben in die Waagerechte geht, während die Arme beim Ausatmen zum Boden heruntersinken und die Fingerspitzen dann die (rechte) Fußspitze berühren. Zweimal habe ich fast das Gleichgewicht verloren.

Das Türziehen wie von Anfang an ein Selbstgänger, eher zu hastig absolviert als dass die Haltung nicht korrekt wäre. Um die Klinke gelegtes Handtuch greifen, den Unterkörper mit rechtem Winkel in den Knien als Gewicht nutzend durch Armstreckung nach unten bewegen, Hochziehen, Schultern zusammen.

Und dann den Strich auf der Liste machen und wieder von vorne.


90-Tage-Challenge Tag 33

Freitag. Akute Fettlogiken: „Ich will jetzt nicht unhöflich sein und kann doch nicht als einziger Sekt und Kuchen ablehnen“ und  „Jetzt ist es ja eh egal“. Bilanz: Geschätzte 1000kcal alleine deshalb, weil ich der Einladung gestern abend spontan gefolgt bin.

Wieder ein Plus anstelle eines Defizits, wenn auch bei weitem nicht so drastisch wie am Vortag. Vom 16.03. – 15.04. habe ich ein Gesamtdefizit von 21166kcal erwirtschaftet im Schnitt über 700kcal/Tag. Und jetzt allein in den beiden letzten Tagen ein Plus, das mehr als zehn Prozent des Defizits eines ganzen Monats aufwiegt. Das ist nicht mehr wett zu machen. Muss mir erstmal egal sein, sonst mache ich mich nur unnötig fertig und dann wird es noch schlimmer.

Seit dem beknackten Proteinriegel habe ich Schwierigkeiten und muss mich ständig wieder zusammenreißen und manchmal gelingt mir das eben nicht. Jetzt ist vorbei mit easy am Süßigkeitenregal vorbeischlendern. Auch Umsteigen wird gefährlich, wegen der Süßigkeitenautomaten am Bahnhof.

TYRANT, Zeit: 17:23:25

Beim Aufwärmen habe ich total getrödelt und war mit den Gedanken sonstwo. Beim Workout bin ich wieder viel zu schnell reingegangen. Die Atmung hat mich tierisch durcheinandergebracht. Bei den ersten Kniebeugen habe ich versehentlich die Atemzüge gezählt anstatt der Kniebeugen. Beim Kreuzheben habe ich bis zur letzten Runde mehrmals das Gleichgewicht verloren.

Wenn ich das so lese, lässt es sich zusammenfassen mit: Alles doof, alles scheiße. Also mal gleich den Haken bei „Depression“ setzen.^^

Also weg mit der Aufmerksamkeit davon, wie viel ich esse und wieder dahin, was ich essen möchte und was nicht. Jetzt nach dem Workout Proteine und Kohlenhydrate, sprich Magerquark und Obst. Später als warme Mahlzeit die Pute. Dazu hole ich mir noch frisches Gemüse. Heute abend darf es auch wieder etwas mit Fett sein, z. B. die Walnusskerne. Bis dahin hatte mein Körper Gelegenheit, die beanspruchten Muskeln ungestört zu flicken.

Nochmal der Blick auf den Sport: Was bin ich froh, dass „Sport“ kein Reizwort mehr für mich ist. Geil, dass ich das Workout auch an Tag 33 der Challenge immer noch mit Freude und bis auf einzelne  Ausnahmen konsequent vor dem Frühstück mache. An den letzten Regenerationstagen habe ich das Laufen auf dem Crosstrainer so sehr vermisst, dass ich einfach gelaufen bin und habe es sehr genossen. In den ersten Wochen und Monaten, als das Gerät neu war, war es jedes Mal ein Kampf und kostete mich einiges an Überwindung.

Das heutige Workout war mir ein Ritual und ich habe es gerne absolviert.

Das Hüftheben ist mir nicht jedes Mal leicht gefallen, aber es hat mit dem Einatmen beim Absenken und Ausatmen beim Hochstemmen zunehmend besser geklappt.

Die Kniebeugen waren mir eine Freude und es erstaunt mich immer noch, dass sie mir so leicht fallen, da mir vor einem halben Jahr stets davor gruselte.

Bei den Bodyrocks habe ich sehr deutlich gespürt, wie der Muskel, der das Durchhängen des Beckens bei den Liegestützen vermeiden soll, arbeiten musste und manchmal etwas krampfte. Dagegen halfen mir leichte Dehnübungen sehr.

Das Kreuzheben konnte ich von Runde zu Runde sauberer durchführen.


Gestern habe ich übrigens einen Zettel geschenkt bekommen mit folgendem Spruch:

Ich höre meinen Gedanken aufmerksam zu und weiß, dass sie in jeder Sekunde meine Zukunft erschaffen.

Ich war sofort an depressive Denkmuster erinnert und dachte: Wie wahr.

    • Ich habe verschiedene Annahmen dazu getroffen.

      Es könnte sein, dass es sich um Frustfressen handelt, einfach weil es mir in der letzten Zeit vergleichsweise beschissen ging, eventuell war der Auslöser letzten Donnerstag.
      Für mich ist auch denkbar, dass der Griff zur Schokolade eine Strategie zur Abwendung stärkerer Depressionen ist und bereits erfolgt, bevor mir überhaupt bewusst wird, dass ich in diese Richtung tendiere.

      Dann habe ich noch in Erwägung gezogen, dass das Gehirn möglicherweise einfach mehr Kohlehydrate braucht, vllt. auch wegen der gestiegenen geistigen Arbeit, bzw. die Muskeln jetzt durch die Challenge mehr Glykogen einlagern wollen als es bisher beim Ausdauersport notwendig war und dadurch nun das Gehirn zu kurz kommt.

      Bei der letzten Challenge hatte ich so einen Punkt, an dem ich mir sagte, der Körper braucht jetzt halt vielleicht einfach mehr Nahrung und es mir zu blöd wurde, da weiter aufzuschreiben, weil ich das Defizit ja ohnehin nicht einhalten konnte. Das war damals allerdings erst an Tag 51 und nicht schon an Tag 33 der Fall.

      Kurz: Nein, ich habe keine Ahnung, warum ich jetzt so schwächel. Wahrscheinlich ist es ganz simpel einfach stimmungsabhängig.

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