Rückblick + Teamarbeit

Als Betthupferl für meine fleißigen Leseratten gibt es im letzten Abschnitt dieses Beitrags noch ein Memo an mich, indem ich veranschauliche, wie mein inneres Team zusammenarbeitet. Abkürzung direkt dahin: Memo an mich – Teamarbeit


Ich denke, ein Ruhetag die Woche wird mir ganz gut tun. Ich muss nicht jeden Tag etwas veröffentlichen.

Das nehme ich mir mit für das neue Wochenprogramm für die Woche nach der Tagung. (Ja, das ist auch schon fertig, falls ich den Plan nicht zwischenzeitlich anpassen will.)

Seit ich vor einer Stunde beschlossen habe, noch etwas zu essen und dann ins Bett zu gehen, habe ich mich noch nicht loseisen können. Böser Junge, tztztz!

Los, Pause. Essen. Jetzt!

Ah, prima. Müde bin ich schonmal. In der Küche eben gegähnt. Und festgestellt: Mal aufs Klo ist auch wieder ganz nett nach nunja mittlerweile – OMG Kopfrechnen – siebeneinhalb (24-19 = 5 | + 5,5 = 10,5) 9 Stunden konzentrierter Arbeit, davon eine Stunde Pause vom Bildschirm macht einen handelsüblichen Arbeitstag in Vollzeit.

Falls da jetzt jemand von der Rentenversicherung mitliest: Bitte keine voreiligen Rückschlüsse hinsichtlich meiner Arbeitsfähigkeit ziehen. Den Fehler hatte der homöopathiegläubige Gutachter auch schon gemacht. (Die Geschichte erzähle ich ein andermal.)

Sicherheitshalber erinnere ich noch daran, dass mein letzter Arbeitsausfall sich gerade auf die gesamte vergangene Woche erstreckt. Vom 23.- 29. hätte ich mich krankmelden müssen und das bei recht engmaschiger Betreuung durch meine Genesungsbegleiter. Diese Woche drei Stunden und in der Vorwoche eine Stunde war ich bei der Integrierten Versorgung zum Gespräch.

Zudem war ich ich der Vorwoche anderthalb Stunde zum sozialen Kompetenztraining, nachdem meine Ergotherapie gerade am 20. April ausgelaufen ist,

  • anderthalb Stunde zum Chanten und
  • zwei Stunden im Atelier bei einer Kunstpädagogin zur Kunsttherapie (nicht von der Krankenkasse getragene Kosten übrigens 35,-/Std für zwei Stunden),
  • zwei Stunden bei der Tanztherapie (Queer Tango erfüllt mir diesen Zweck, wir zahlen 70,-/Monat für uns als Paar, also diese zwei Stunden kosten mich rund 8,75)
  • habe (4×30 Minuten  + 0min Schwimmen, weil das Licht nicht ging und wir nicht trainieren durften + Hin- und Rückfahrt = 4 Std) 4 Stunden für Sport aufgewendet, um

und diese Woche war ich wie gesagt krank.

Frage mich, ob ich das Geld für Gesundheitsprävention wohl von der Steuer absetzen kann, wenn ich selbständig bin? Bisher habe ich ja kein Einkommen, aber das würde mich ja schon interessieren…

Halten wir fest: Eine Woche Arbeitsausfall trotz wöchentlicher Betreuung, und alleine durch die Teilnahme an Therapien / Gesundheitsprävention stand ich dem Arbeitsmarkt in der Vorwoche für (1,5 + 2 + 2 +4 = 7,5 |+weitere Wegezeit = 10,5 | + fiktiver Arbeitsweg = 15,5 ) 15,5 Stunden faktisch nicht zur Verfügung. Damit bleiben mir (40-15,5=24,5) 24,5 Wochenstunden übrig. Das entspricht bei einer 5-Tage-Woche 4,9 Stunden und damit läge ich mittlerweile knapp über einer Halbtagsbeschäftigung.

Tatsächlich haut das aber nur hin, wenn der Arbeitgeber in der Lage wäre, sich wirklich 1:1 mit mir abzusprechen und auf meine Bedürfnisse einzugehen und die strukturellen Arbeitsabläufe flexibel an meine Befindlichkeit angepasst werden – so wie ich das als mein eigener Arbeitgeber kann.

Ein Recht darauf, dass auf meine besonderen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird, habe ich dank meiner festgestellten Behinderung (GdB 30).

Aber Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei, wie mein Onkel (Rechtsanwalt a.D., GdB 100) immer so schön sagte.

Mit 32 wurde mir von meinem Arbeitsvermittler von der Beantragung einer Gleichstellung abgeraten. Wie sähe es wohl mit 36 aus?

Jetzt ist es für viele bereits wieder Zeit, aufzustehen – gut, dass ich mich für morgen krankgemeldet – dh. alle Vereinbarungen nur locker getroffen habe und kurzfristig nochmal zusage, ob ich . Ich kann also seelenruhig ausschlafen. Sobald ich seelenruhig bin, versteht sich. Ich arbeite daran, seit ich um halb drei beschlossen habe, für heute Feierabend zu machen. Jetzt ist es halb sechs

Während ich meinen Quark zu Ende esse, tippe ich noch schnell ab, welche Seiten ich neu verfasst oder überarbeitet habe. Das ist so eine schöne nette Routinetätigkeit wie Hemden bügeln.  Danach Zähne putzen und dann vielleicht tatsächlich noch Hemden bügeln, falls ich dann nicht mehr müde genug bin.^^


Neue Seiten:

Galerie –

Geschichten

Blog –

Abnehmen –

Genesung –

TransMann –

Über mich –


Oh mann, mein Rücken und die Knie sind schon ganz schön steif vom langen Sitzen.

Kein Wunder nach 10,5 Stunden!

Das ist echt nichts für jeden Tag und ich bin jetzt schon seit – Wasser ist alle, mal neues holen. Gelüftet werden könnte auch mal.

Achja, lüften!

Dabei habe ich den Pullover gerade ausgezogen, weil mir inzwischen zu warm geworden ist.

Fenster auf, weiter im Text.

Nochmal abgedriftet:

(Mittlerweile plapper ich munter seit einer Weile vor mich hin, weil die Nachbarn schon lange nicht mehr zu hören sind und ich keine Musik mehr brauche. Aber mir hilft es bei der Konzentration.

Und die Belästigung meiner Sitznachbarn im Zimmer war schonmal Anlass zu Konflikten mit der Sitznachbarin. Dabei hat die sich einige Monate von mir foltern lassen, bis sie sich dazu durchgerungen hatte, mir rückzumelden, dass sie das total kirre macht.

Danach habe ich herausgefunden, dass mich Musikuntermalung genauso dazu führt, mich selbst besser zu konzentrieren und dabei gleichzeitig die Klappe halten zu können. (Dabei nehme ich mich selbst dann wieder schlechter wahr, weil ich meine Stimme dann nicht mehr höre – die gibt mir permanent Feedback über mein Erregungslevel.)

Dazu müsste man dann aber wieder einen verständnisvollen Arbeits — argh, ich schweife ab! )

Stop, ich will das nicht denken!

(Reimar Lüngen)

Stop, ich will das nicht denken!

(Reimar Lüngen)

Stop, ich will das nicht denken!

(Reimar Lüngen)

Fenster zu, genug gelüftet.

Weiter im Text.

Noch eine Kategorie anhaken. Warum juckt jetzt die Stelle an meinem Augenlid?

Wasser trinken. Baldrian? Nein, unruhig bin ich nicht. Eher  sehr sehr übernächtigt. Kein Wunder nach 0 Stunden gefolgt von 6 Stunden.

Weiter im Text.

Fällt mir gerade auf – schiebe ich oben ein

Weiter im Text. Doch noch Satz verlängern. Und weiter.


Seiten überarbeitet:

Galerie –

Geschichten –

Blog –

Abnehmen

Genesung

  • Hochsensibilität und Vulnerabilität (ist eigentlich neu, hab ich schon genannt (Arbeitsablauf anpassen))
  • Zur Mitte finden
  • Diagnose schizo-affektive Störung
  • Was mir geholfen hat
  • Wer mir geholfen hat (Da bin ich mir nicht sicher, ob ich da das Datum vergessen habe anzupassen. Mir war so, als wäre ich da nochmal dran gewesen. Werde das jetzt nicht noch Zeit investieren, nachzuforschen, um diese Annahme zu prüfen.)

TransMann

Über mich –


So, fertig. Schluss, aus, Feierabend. Gleich sechs Uhr. Zu meiner Zeit in der Küche hätte ich da schon auf der Matte gestanden, um mich umzuziehen, weil meine Schicht um sechs anfängt.

Dann haben sie mir den Schichtdienst verboten mittels Gutachten nach Aktenlage wegen behandlungsbedürftiger psychischer Minderbelastbarkeit und ich Idiot habe da auch noch was drauf gegeben.

Naja: Hat mich immerhin sehr sehr sehr motiviert, mal kräftig in mich zu gehen und mich wirklich für therapeutische Angebote zu öffnen und mir ausreichend Alleinzeit zu verschaffen, diese auch auf mich wirken zu lassen und meine neuen Eindrücke zu reflektieren.

Alles fleissig mitgepinnt: Mein Genesungsblog. Das müsste eigentlich gedruckt werden. Aber das kauft doch keine Sau. Weil die, die das lesen sollten, entweder kein Geld haben („Betroffene“) oder viel zu hohe Ansprüche ans Format stellen (Die Damen und Herren Akademiker) oder sich die Zeit gar nicht erst nehmen wollen, weil sie meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen (Betriebsblinde Pfleger und Krankenschwestern und anderes „Personal“). Es bleiben als Zielgruppe: Studierende. Und die haben wieder keine Knete.

Oder? Widerspruch erbeten. Per Kommentar unter diesem Beitrag oder als Fanpost. Freue mich!

Irgendwie finde ich das hilfreicher, auf diese Weise kontrolliert runterzufahren, als mich mit Alkohol zu betäuben. Ist irgendwie nicht meins, hab ich ja mal ausprobiert, war nen Versuch wert. Kostet unnötig Geld und ich kann in der Zeit nicht produktiv sein.

Ab ins Bett jetzt!

Und wieder den Login-Bonus verloren. Oh mann, ich bin echt total neben der Spur. Gut, dass ich mich rechtzeitig krank gemeldet habe – und das für den Sonntag.

Naja, ein Arbeitstag pro Woche ist auch schonmal ein Anfang. :)))


Also. Jetzt mal hübsch geordnet: Memo an mich Rundbrief bzw. Arbeitsablaufplanung nächste 12 Stunden

  1. @ Planung: Für morgen geplante Aufgaben verschieben. Nein, das muss nicht sofort umgesetzt werden. Das Eintragen im Kalender kann auch morgen nachgeholt werden. Wir schließen in wenigen Minuten.
  2. @ Beschützer: Seite mit dem Genesungsblog schließen. Nicht die neuen Nachrichten da lesen. @ Hund: Hübsch brav sein, gell. Ja, so machst Du das fein. Braver Hund.
  3. @ Körperkontrolle: Zähne putzen. Du brauchst Bewegung. Und Ritual.
  4. @ Controlling + Sicherheitsdienst: Nochmal nachlesen, was auf Dich zukommt. Alles Roger. Alles gut.
  5. @ Sekretariat Herr Anders: Beitrag absenden. Der Herr Schriftsteller ist bereits im Feierabend.
  6. @ Spielkind: Ernten. Nur ernten!
  7. @ Spielkind: Computer aus.
  8. @ Spielkind. Ab in die Heia. Denk dran, Horst-Ludoka, es wird Zeit.
  9. @ Spielkind: Du kannst noch ein bissl lesen – aber nur was langweiliges!
  10. @ Spielkind: Und das Licht kannst Du ausmachen, draußen ist bereits hell.
  11. @ Sicherheitsdienst: Bitte die Klingelsperre einschalten bis 15 Uhr.
  12. @ Ehemann: Dann kannst Du Deinen Mann aus dem Bett werfen, der hat inzwischen genug geschlafen. Du brauchst übertriebene Rücksicht auf ihn zu nehmen. Bitte eine Nachricht für Ihren Ehemann ans Brett notieren, dass die Klingelsperre bis 15 Uhr aktiv ist.
  13. @ Controlling: Keinen Wecker stellen.
  14. @ an alle: Schön ausschlafen. Du hast morgen frei.
  15. @ an alle: Wenn Du morgen früh aufwachst, dann kannst Du schauen, wie es Dir geht und
  16. @ PR-Abteilung: Weniger ist manchmal mehr. Beim nächsten Mal bitte weniger Schlagwörter verwenden. Zu viele Schlagwörter sollen sich ungünstig auf die Auffindbarkeit der Beiträge auswirken.
  17. @ Kritiker: Bei allem gebührendem Respekt: Auch Sie haben Feierabend. Wie schließen in wenigen Minuten das Gebäude.
  18. @ Körperkontrolle: Arsch huh, Zäng ussenand (hochdeutsch: Arsch hoch, Zähne auseinander) und dieselben putzen!
  19. @ Papa: Danach nur noch das Kind spielen lassen – nicht länger als bis um sieben. Eine halbe Stunde ist wirklich das Allerhöchste der Gefühle. Danach umgehend Computer ausschalten. Wenn der Kleine das nicht selbst machen will, dann helfen Sie ihm bitte. Danach muss er umgehend den Schlafanzug anziehen. Sie sind mit Abläufen vertraut. Sie machen das schon.
  20. @ all: Gute nacht allerseits. Wir wünschen Ihnen allen noch eine angenehme Nachtruhe.
  21. @ Schriftsteller: Herr Anders, jetzt machen Sie doch bitte Feierabend. Sie haben schon wieder fast eine Viertelstunde überzogen.
  22. @ all: Und jetzt ist endlich Ruhe im Karton! Ich will auch endlich nach Hause. @ Hund: Ja, guter Hund. Gleich gehn wir hübsch Gassi und Du darfst toben und rumspielen wie Du willst. *tätschel
  23. @ all + @Betriebsrat: Ich weiß ja nicht, wie die von der Nachtschicht sich das gedacht haben. Aber ich brauche nachts meinen Schlaf. Und der Ehemann ist zur Zeit krank und braucht daher jetzt auch mehr Schlaf. Außerdem ist nirgendwo verzeichnet, wie lange der jetzt schon schläft. Daher mal besser nicht unnötig stören und aufwecken, gell. Schlaf ist wichtig. Ich sitze ja nicht umsonst im Gesundheitsmanagement. Allen eine wunderschönen Tag. :)))
  24. @ all: Denken Sie dran, es ist Sonntag. Genießen Sie den Tag. Nur weil der 1. Mai der Tag der Arbeit ist, muss nicht zwangsläufig gearbeitet werden und falls doch, dann muss es sich nicht nach Arbeit anfühlen. Ihrer Gesundheit zuliebe. :)))
  25. @ Team Kinderbetreuung + @ Schlafforschung: Moin Kollegen, ich möchte kurz meine neuesten Erkenntnisse von meinem Einsatz für die Akten festhalten. Ich mache den Job ja noch nicht lange, weil ich das Sorgerecht erst vor kurzem erhalten habe (@ Ex-Frau: Nein, dieser Seitenhieb ging ausnahmsweise mal nicht an Dich! @ weibliche_Seite: Auch für Dich ist dieser Schuh nicht gedacht. Ich rege mich immer noch darüber auf, dass ich mit Vater_Staat so lange um das Recht um meine Selbstfürsorge ringen musste, weil er mir in Gestalt der Psychiatrie meine Eigenverantwortung geraubt hat. Ja, geraubt! Das war ein gewaltsamer Akt, der mich zutiefst traumatisiert hat. Ja, ich rege mich auf und ich schweife ab, aber ich darf das! So. Klammer zu.), – ich mache den Job noch nicht sehr lange und arbeite mich daher noch ein. (@ Technik: Entwarnung: Der Lütte hat ganz alleine rausgefunden, wie das mit der Wiederholung mit dem Streichelfon funktioniert. Ich wäre da ja nie drauf gekommen, aber Kinder haben ja immer noch diese Offenheit und Unbefangenheit gegenüber allem Neuen – ja, die Neugierde eben – und wollen verstehen, wie die Welt funktioniert. Ich ziehe meine diesbezügliche Frage daher zurück.) Also. Einsatzbericht: (@ Protokollant (@ Beobachter + @ Sekretariat ?): Ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung! Eine Runde Schulterklopfen für alle! Einsatz prima gelaufen!) Dank des arbeitsgeilen Herrn Anders – Verzeihung, ich ordne mich noch – Weil der Herr Schriftsteller nach seiner schöpferischen Pause so außerordentlich ehrgeizig und fleißig sowie voller Tatendrang ist…. konnte Horst-Ludoka leider erst mit einer Verzögerung von zwanzig Minuten den Computer benutzen. Das ist aber zum Glück nicht weiter wild. Sein Lieblingsspielzeug ist nämlich mittlerweile das Streichelfon. (Das ist nämlich auch ein Computer, wie ich feststellen musste. Nur kinderleicht zu bedienen.^^) Zähneputzen klappt mittlerweile einwandfrei. Das kann er schon alleine, wenn er will. Zum Einschlafen hört er immer noch am liebsten Dominik Beseler. Das klappt auch normalerweise ganz gut. Aber heute ist mir etwas ungewöhnliches aufgefallen. Er war nämlich – heute morgen um sieben! – so müde, dass er das gar nicht mehr brauchte, um einzuschlafen. Er war quasi sofort weg. Dann ist er aber nach ca. anderthalb Stunden wieder aufgewacht, weil – es ist mal wieder Sonntag – die Nachbarn (@ Nachbarn: Liebe Nachbarn – es ist mal wieder so weit: Ruhe bitte! ) einen Höllenlärm machen. Hm naja, sie sind halt wach da oben und laufen hin und her. Eigentlich nicht verwerflich um halb zehn Uhr morgens in Deutschland. Aber verglichen damit, dass heute Sonntag ist, ist das gefühlt ein Höllenlärm. Und der Kleine ist sehr geräuschempfindlich. Also ist er aufgewacht – zudem dann auch noch der Ehemann aufgewacht ist und beschlossen hat, nun aufzustehen. (@ Ehemann: No offense! (oder offece? my english is worse)). Dann war er kurz Pipi, Hände waschen und hat sich von sich aus wieder hingelegt. Großer, großer Fortschritt! (@ Horst-Ludoka: Der Papa ist sehr stolz auf Dich!) Dann wollte er Musik hören (weil es eben laut war) – natürlich seinen Dominik Beseler. (@ Dominik Beseler: Hut ab! Klasse Stimme, super Texte!) Das ist superangenehm, dass ich jetzt nicht mehr jedes Lied einzeln anspielen muss, weil er mit dem Gerät inzwischen besser umgehen kann als ich. So, nun das, was mir so aufgefallen war. Er hat, wie auch aus dem Protokoll (@ Protokollant: Nochmals vielen Dank für ihre saubere und gründliche Arbeit!) hervorgeht, nicht wie sonst ein Lied immer wieder und wieder und wieder gehört, sondern: Er hat zwischen zwei Lieder gewechselt. Und zwar hatte er erst einmal – ich lese das hier aus dem Protokoll ab – Titel 1 gehört, dann war er auf dem Klo, im Bad und dann hat er Titel 12 gehört. Daraufhin hat er 3x hintereinander Titel 12 gehört, wechselte dann zurück zu Titel 1 und hörte diesen ebenfalls exakt 3x. Seitdem läuft Titel 12 ununterbrochen. Da mich das neugierig gemacht hatte, habe ich Nachforschungen dazu angehört. Dh ich habe mir die Songs selbst auch mal ganz bewusst angehört. Wow! (@all: Wenn Sie das auch mal anhören wollen: Hörproben des Albums „fliegen“ gratis auf dem Blog von Dominik Beseler. Leider werden die Songs nur angespielt, aber der gute Mann möchte wohl sein Geld damit verdienen.) Kurz, weil ich annehme, dass Sie die Zeit nicht finden werden: Titel 1 ist der erste Song dieses Albums und heißt „Bleib steh’n“ und Titel 12 ist der letzte Song aus diesem Album und heißt „Perfekt“. Alleine diese Tatsache, dass es sich um das erste und letzte Lied handelt, was mein Bauchgefühl, dass beide Lieder miteinander im Zusammenhang stehen – was  BTW ja selbst unser Zweijähriger erkannt hat – bestätigte, hat mich aufhorchen lassen. So, und jetzt halten Sie sich fest: In beiden Liedern geht es um Veränderung. „Bleib steh’n“ thematisiert den Alltag und skizziert eine Tagesstruktur und Wochenstruktur, Monatsstruktur, Jahresstruktur, … Zielsuche, Selbstsuche und Identiät sowie das Leben im Hier und Jetzt – zusammengenommen geht es um das Ankommen in dieser Welt (Zwei Jahre sind ja auch noch keine lange Zeit, um sich darin zurechtzufinden.) und , dann folgt aber die Warnung – ich zitiere: „Du lebst nur einmal. Aber wenn Dus richtig tust – ja, wenn Dus richtig tust, dann ist einmal genug. „, während „Perfekt“ u.a. von einem Gedanken-Karussell handelt. Ich zitiere: „Gedanken – sie kreisen in der Leere und suchen nach – suchen nach dem Sinn. Es ist, als ob ich ganz woanders wäre. Und ich komm‘ nicht weg, weil ich dort gefangen bin. “ Und weiter: Und die Räder drehn sich weiter, nur ein Platz, der bleibt jetzt leer. Und die Räder drehn sich weiter, als wenn nichts gewesen wär.“ (@ Jura-Abteilung + @ Sicherheitsdienst: Kleinzitate!) Und da ist es mir dann unheimlich geworden – das liegt sicherlich darin, dass ich Herrn Anders den Gefallen getan habe, seinen noch in der Bearbeitung befindlichen, ursprünglich für gestern geplanten Beitrag gegenzulesen. Deshalb weiß ich, was da schon drin steht. Aber wie diese Information nun an meinen Sohn gelangt sein kann, das kann ich mir nicht erklären. Deshalb meine Bitte an die Psychologie, mir meine Annahme zu bestätigen oder ggf. zu widerlegen: Ich habe den Eindruck, dass mein Sohnemann sehr an der Trennung von seiner Mutter leidet und sie schmerzlich vermisst. Weiterhin scheint er noch an der Umstellung durch den Wechsel des Sorgerechts  und den damit verbundenen Umzug zu knabbern. Soweit schätze ich das als normal ein. Auch, dass er sich für strukturelle Abläufe des Alltags (Wie funktioniert die Welt?) interessiert ist, ganz normal für das Alter. Aber, was mir Sorge bereitet ist diese Sache mit dem Thema Tod. Ist das überhaupt schon angemessen, ihn in diesem Alter damit zu konfrontieren? Oder sollte ich ihn lieber davor beschützen? Weiterhin bin ich mir unsicher, was es mit dem Thema des Karussells auf sich hat und ob ich da nicht etwas hineininterpretiere. (@ Psychologe: Ich bin leider nicht vom Fach und bitte Sie daher um Ihre Expertise. Bitte lesen Sie meinen Einsatzbericht und geben mir möglichst zeitnah eine Rückmeldung zu meinen Vermutungen. Dafür wäre ich Ihnen sehr verbunden, da mir die psychologischen Hintergründe (Übertragung, Gegenübertragung, wie Traumen verarbeitet werden usw. etc. pp.) nicht bekannt sind.  … Haben Sie einen konkreten Lösungsvorschlag? Ich bitte um einen Termin zwecks Supervision. Vielen Dank!), Horst-Ludokas Lieblingsspiel ist übrigens zur Zeit „Papa, Schreiben!“. Das lasse ich am besten mal unkommentiert so stehen, um mich nicht versehentlich in weitere Fettnäpfchen zu setzen. (Wer weiß, welche Schlipse hier alle so ausliegen.) Ich bin ja noch neu hier im Laden und kenne euch alle noch nicht so lange. Und weil ich nicht weiß, wer alles diesen Verteiler kriegt zur Sicherheit noch eine Kopie @ Babysitter: Es gibt Neuigkeiten. Bitte Einsatzbericht lesen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (@ Horst-Ludoka: So, und jetzt will der Papa auch mal das Lied wechseln, damit er da oben die Lücke im Text noch füllen kann. Das finde ich ganz ganz toll von Dir, dass Du so gut weißt, was gut für Dich ist und dass Du ganz alleine herausgefunden hast, wie man mit dem Streichelfon umgeht. Aber vor allem bin ich stolz auf Dich, weil Du selbst gemerkt hast, dass Dich das beruhigt, immer und immer und immer wieder dasselbe Lied anzuhören. Das beruhigt den Papa nämlich auch, hab ich gemerkt. Trotzdem will ich das jetzt mal wechseln, damit ich das, was Du mir diktiert hast noch ein ganz klein bissl vervollständigen kann. Den Text von dem anderen Lied hat der Papa nämlich schon längst wieder vergessen. Immerhin ist der Papa schon ein alter Mann, gell, mein Schatz. Dankeschön.) Ich sage es ihnen: Kinder kriegen so viel mehr mit, als man immer meint. Das sagt auch Gerald Hüther. Und der hat einen akademischen Hintergrund vom Feinsten. Das spür ich und da ist mir so langsam piepegal, ob er irgendwann mal irgendwo irgendwas von jemandem abgeschrieben hat.

Sie lasen: Ein Beispiel zur positiven Selbstverbalisation sowie -regulation und -reflektion. Es ist ebenso eine Demonstration dessen, was ich persönlich mir unter Open Dialogue – eben einer offenen, klaren (gewaltfreien) Kommunikation vorstelle.

Leider ist der Link zu dem Video von Gerald Hüther, das ich im März 2014 im Forum verlinkt hatte, nicht mehr gültig. Dafür bin ich bei der Suche nach seinem Video über Kindererziehung darüber gestolpert, dass mittlerweile eine DVD von Gerald Hüther erhältlich ist zum Thema: „Was Kinder brauchen“. Ob darauf dann das zu hören ist, was ich von ihm gehört hatte, weiß ich nicht. Gelesen hatte ich von ihm nur das Buch „Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn.“, welches ich bei der nächsten Gelegenheit der Bibliothek der Hanse-X-Men zur Verfügung stellen werde.

Ich wünsche noch einen schönes Rest-Wochenende allerseits. :)

 

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