Ich bin mehr als nur trans*

Meine Geschlechtsidentität macht zwar – weil ich mir die Anerkennung als Mann erst hart erkämpfen musste – einen recht wichtigen Teil meiner Identität aus, aber meine Männlichkeit ist nur ein Teil meiner Persönlichkeit. Und ich bin nicht meine Diagnose. Weder die eine noch die andere.

Ich habe daher den Wochenplan etwas aufgelockert, weil mich (und bestimmt auch euch) noch andere Themen bewegen: Aktionswoche: Trans*Inter*-Tagung München

Später kann man dann da alle Themen der von mir während der Tagung besuchten Workshops nachlesen. Fände ich jedenfalls ganz schick, wenn ich das so hinbekäme. Derweil geht das Leben weiter und neue Eindrücke prasseln auf mich ein, so dass ich mir die Zeit nehmen muss, meine Aufzeichnungen zur Hand zu nehmen und mich zu erinnern, um darüber zu berichten. Natürlich möchte ich auch über das Neue berichten, aber die älteren Schätze sollen darüber nicht untergehen.

Gestern war ich bei der EX-IN-Infoveranstaltung und habe dort erfahren, dass die Ausbildung genau an dem Wochenende anfängt, an dem ich gerne in der Schweiz an der dortigen Transtagung teilgenommen hätte.

Nun habe ich heute eine Entscheidung getroffen und kann nur hoffen, dass die Tagung dort auch 2017 stattfinden wird. Dieses Jahr stehen die Weichen für mich auf EX-IN. Ich freue mich schon total, etwas über meinen Tellerrand hinauszublicken und andere Menschen mit anderen Diagnosen kennen zu lernen.

Das Projekt meiner Gewichtsreduktion möchte ich weiter verfolgen und möglichst bald zum Abschluss bringen. Es fehlt nicht mehr viel, abgesehen von der Motivation über weite Strecken. Laut meiner Tabelle sollte Normalgewicht noch im August erreichbar sein. Das sind noch gut zehn Kilo, die ich noch darüber bin – es trennten mich heute morgen exakt 13,6 kg von der 75. Unfassbar wenig…

Ich bin Anfang September zum diesjährigen Gesundheitstag beim DAAD, meinem ehemaligen Arbeitgeber, in Bonn eingeladen. Dort werde ich mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch kommen können und vielleicht kann ich ja für 2017 einen Auftrag bekommen, dort gegen Honorar zu referieren – dann mit Zertifikat als Genesungsbegleiter und einem Jahr im Normalbereich gehaltenem Gewicht.

Meine Schriftstellerkarriere köchelt ständig nebenbei auf kleiner Flamme und ich habe mir überlegt, während der EX-IN-Ausbildung Tagebuch zu führen, das unter Verschluss gehalten und später in Buchform veröffentlicht wird. In letzter Zeit habe ich wieder zu viele Ideen und gar nicht genug Zeit, alle umzusetzen.

 

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