Meine Marke als Nichtraucher

Meine Marke als Nichtraucher

Am 16.12.2010 habe ich meine letzte Zigarette geraucht.

Eigentlich keine große Sache. Einmal den Entschluss gefasst und fertig, Finger davon gelassen.

Aber bis ich dahin kam, habe ich fünf Jahre versucht aufzuhören. Immer wieder. Mit verschiedenen Methoden. Unter anderem habe ich Strichlisten geführt und festgestellt, dass die Schmerzgrenze nach unten bei 10 Stück am Tag lag, während ich auch gut zwei Bigpacks schaffen konnte. Ein Bigpack pro Tag habe ich üblicherweise an einem Arbeitstag geraucht. Das war ein Gegenwert von etwa 5 Euro.

Den größten Erfolg hatte ich, als ich mit der Schlusspunkt-Methode (Silvester) für ein Dreivierteljahr ausgesetzt hatte. Mitten in einem Raucherhaushalt. War mir ganz egal, ich wollte einfach nicht mehr. Bis ich an so einen Punkt kam, an dem mir alles scheißegal war. Da fing ich wieder an und alles Durchhalten bis dahin war vergebens.

Insgesamt habe ich acht Jahre geraucht. Ich bin also schon weitaus länger Nichtraucher als Raucher, aber noch nicht so besonders lange Ex-Raucher.

Und ich finde die Vorstellung ganz nett, dass es auch für mich als ehemaligen Raucher Plakatwerbung gibt, die mit Imageübertragung arbeitet, so wie seinerzeit die mit den Cowboys. Nichtrauchen sollte ultracool und erstrebenswert sein. Für meine Lunge ist es jedenfalls ein Segen.

Einmal war ich an der Grenze zum Asthma, bekam sogar ein Asthmaspray verordnet, weil meine Werte derart schlecht waren. Es hatten sich Stress, Hausstaubmilbenallergie sowie Heuschnupfen gemeinsam mit Bewegungsmangel und Übergewicht gegen meine geteerte Lunge verschworen.

Tatsächlich habe ich eine Kampagne gefunden, aber eine aus Südafrika, die sich gegen Alkoholmissbrauch ausspricht: You decide

Die Frage, ob man seinen eigenen Weg geht, ist meiner Meinung nach eine der hilfreichsten, wenn man seine Gewohnheiten hinterfragen möchte. Das Treffen einer bewussten Entscheidung für oder gegen einen Konsum kann auf jeden Fall dazu beitragen, Nichtraucher zu werden und ich kann einfach nur hoffen, dass diese Plakatserie viele Menschen dazu animiert, das Rauchen aufzugeben.

Geplant ist dies von den Initiatoren natürlich nicht, denn diese Werbung stammt von der Tabakindustrie, wie ich hier gelesen habe: YOU DECIDE. YOU DIE.

Über mein eigenes Schlüsselerlebnis hatte ich damals frisch gebloggt, bevor ich wissen konnte, dass dies von Erfolg gekrönt sein würde: Nichtraucher

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