Prozessmusterwechsel

Prozessmusterwechsel

Ich werde nun meinen Worten Taten folgen lassen und meine eigenen Rat-Schläge befolgen. Daher nun auch die Trendwende.

Das Wort Prozessmusterwechsel gefiel mir dafür, um auszudrücken, dass man auch mal alles übern Haufen werfen muss, die alte Ordnung niedertrampeln, um dann nochmal zurück auf los und einfach einen zweiten Versuch wagen. So einen Neustart wie Nadja ihn machte. Lediglich… bei mir bleibt die Historie erhalten.

Ich werde bissl basteln, peu a peu wird eine neue Ordnung entstehen, ganz sutsche, und es wird sich, wenn ich wandern gehe, wie gedacht, zwangsläufig eine Blogpause ergeben. Allerdings nehme ich nun auch keine falsche Rücksicht mehr auf überforderte Leser_innen. Wenn ich das mache, dann habt ihr es viel zu bequem, und lernt es nie, was ich gelernt habe: Nicht mehr so über-rücksichtsvoll zu sein. Das wäre gemein von mir.Vor allem mir selbst gegenüber.

Und wenn sich dann jemand überfrisst am Lesestoff – sorry Sonja – dann möge der_diejenige bitte etwas Reizzufuhr drosseln lernen. Die Chance nehme ich Dir ja sonst. Wäre doch gemein, oder?

An dieser Stelle sei bemerkt, dass der HSP-Test online ist: zum Test (öffnet in neuem Fenster / Tab)

Ich blogge weiterhin live und in Echtzeit. Andere Leute nehmen ja auch keine Rücksicht darauf, wann ich eMails kriegen will und wann nicht. Aber das kann ich ja zum Glück selber einstellen, ob die immer sofort abgerufen werden sollen oder nur einmal am Tag oder in der Woche. Wer Wert auf meine Meinung legt, wird warten, damit ich hinreichend Zeit zur Reflektion habe. Tim Schnelzig macht es ja auch sich selbst bei der Arbeit bequem und nicht seiner Kundschaft. So wie mein hochverehrter Zahnarzt. Warum soll ich mich dann immer unter den König Kunden unterordnen? Das wäre doch echt däm_herrlich!

Also, ohne Rücksicht auf Verluste nun bis auf Weiteres nur noch konsequent diese Haltung: Ich sitze selbst am Steuer meines Gedankenkarrussells und ich entscheide, wann ich auf die Bremse latsche. Manchmal habe ich gerne einen Fahrlehrer dabeisitzen, der notfalls mit reintreten kann, aber meistens ist der dann überrascht, dass er im Vergleich ne lahme Ente ist, was Reaktionsgeschwindigkeit angeht und dann ruckt es so unangenehm, weil das doppelte Bremsen eben stärker wirkt als wenn nur einer von uns bremst. Echt wahr: Fragt mal meinen Fahrlehrer aus der City-Fahrschule in Bonn, der ist echt knorke. Keine Ahnung, ob der zwischenzeitlich unter die – Verzeihung, ich schweife ab. Um das Geblubber rauszukürzen: Sonja, ich bin zuständig für mein Schreibtempo und Du für Dein Lesetempo, okay? Können wir uns darauf einigen? Wäre lieb. Andersrum machen wir das ja genauso, äh andersrum, ach passt scho.

Ich schreibe für mich zu Selbstheilungszwecken oder aus lauter Spaß an der Freud. Wer das lesen möchte, herzlich willkommen. Vor allem schreibe ich nicht mehr, um… sondern ich schreibe oder ich schreibe nicht, weil ich gerade was anderes mache. Punkt.

Fragen: Herzlich gerne. Dafür gibt es die Kommentarfunktion da unten oder diskreter die verschiedenen Briefkästen da oben. Die werdet ihr schon finden, wenn es euch wichtig ist.

Dir fehlt die Intonation zu Interpretationszwecken? Na dann hübsch antreten zum Diktat und selber tippen, hopphopp! Geld ist Zeit, also bitte. Echt jetzt, ist doch nix Neues…

Dir fallen keine Fragen ein? Na dann gehörst Du wohl nicht zu meiner Zielgruppe. Macht nix. Darfst trotzdem weiter mitlesen. :) Gratis!

  1. In deinem Beitrag geht es zwar ums Schreiben und das Lesen ist anders steuerbar ist, als beim Sprechen/Zuhören. Trotzdem möchte ich mit dir folgendes teilen:

    Vor wenigen Tagen wurde mir mal wieder gesagt, ich würde viel zu schnell und zu viel sprechen. Meine Gesprächspartnerin fühlte sich total überfordert, war geradezu fassungslos (für meine Begriffe ritt sie dann viel zu lange darauf herum und wiederholte sich, dabei habe ich auch eine schnelle Auffassungsgabe und sie auf Anhieb verstanden). Leider fällt es mir selber oft genug in der Situation überhaupt nicht auf. Ich bin auf solche Rückmeldungen angewiesen, um dann darauf eingehen zu können.

    In dem Zusammenhang musste ich an eine sehr interessante Passage denken, die ich in folgendem Buch las: „Mein erschöpftes Ich“, erschienen im Verlag JKamphausen.

    Zitat:” Es ist eine Frage meiner Achtsamkeit und damit auch meiner Verantwortung, gerade wenn ich stark bin, meinem Gegenüber nur den Teil meiner Intensität zuzumuten, der in seiner Energie aufgehoben ist. Sonst bewahrheitet sich meine Befürchtung, dass ich unerträglich bin. (…) gerade hier zeigt sich die große kommunikative Herausforderung, die darin besteht, gleichzeitig achtsam und wahrhaftig zu sein, zu mir zu stehen und gleichzeitig dosiert meine ganze Wahrheit über die Brücke zum Du dem Anderen zu offenbaren.”

    Deine Blogs zu lesen, ist eine Herausforderung. Allerdings eine, auf die ich nicht verzichten mag. Es strengt mich gelegentlich an, natürlich auch abhängig vom Kontext, z. B. meiner eigenen Verfassung oder von dem, was ich eigentlich tun/denken/machen wollte, und last not least: Lesen am Bildschirm ist meines Erachtens nicht vergleichbar mit dem Lesen in einem Buch. Lange Blogs finde ich tendenziell eher abschreckend, obwohl ich wirklich gerne lese. Doch bei dir obsiegt dann meine Neugier über die Bequemlichkeit.

    Du hast recht: Ich bin dafür verantwortlich, wann und wieviel ich von dir lese. Achtsamkeit ist eigentlich immer gefragt, bei allem Tun und Lassen.

    Trotzdem bedenke, dass ein kürzerer Text vielleicht eine größere Aussagekraft hat und seinen Leser besser erreicht als ein langer. Ich denke dabei z. B. an unsere erste Begegnung in der Schreibwerksatt, wo du deinen einsilbigen Text vorgelesen hattest, der mich so nachhaltig beeindruckte.

    Womit ich eine Brücke zwischen uns baue, weil mein Kommentar sichtbar weitschweifig ausgefallen ist. Aber „EGAL, ICH LASS DAS JETZT SO“ (zitiere ich zum Abschluss jenen Spruch auf einer Karte, die ich mir kürzlich kaufte, weil es mich ansprach).

    Viele Grüße

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    • Ach meine Liebe, so wie ich es mache, erreiche ich Dich doch. Du bist diejenige, die die meisten Kommentare hier hinterlässt und ich will mehr von denen. Du bist meine Zielgruppe, sozusagen. Ein Teil davon.
      Wenn Du lieber kürzer magst, gibts auch gerne kürzer, aber dazu brauche ich viel mehr Zeit und richtig viel Ruhe und ein bissl Schmerz. Und das habe ich leider nicht. Ich finde im Augenblick nur schwer Ruhe, habe megaviel um die Ohren und die Schmerzen sind viel zu groß. Deshalb kann ich im Augenblick keine einsilbigen Fingerübungen, die so schön sind.
      Aber ich mach Dir welche. Wenn Du mir den Gefallen tust, diesen Kommentar von Dir auch mal in Dein Blog einstellst, damit die Leser_innen auch mal eine andere Seite von Dir kennenlernen. Wollen wir das probieren?
      Deine Entscheidung, ist nur ein Angebot.

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  2. Nein, bitte schreib weiter so, wie es DIR gefällt und gut tut!

    Meine Motivation war nicht, dich in deinem Schreibstil beeinflussen zu wollen. (oder, naja, ein bisschen vielleicht).
    Ich wollte hauptsächlich um Verständnis werben, dass es gar nicht so einfach für andere ist, sich darauf einzulassen. Ich kann dabei auch nur von mir ausgehen. Für die anderen kann ich nicht sprechen.
    Und solange sie sich nicht zu Wort melden, sehe ich dich nicht in der Pflicht, ins Blaue zu raten.

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    • Super! Genau das mache ich. Aber eine Frage hätte ich noch: Kannst Du Dir vorstellen, was Chef Aleman am Gedankensalat so gut geschmeckt hat, dass er nen Kommentar da gelassen hat? Oder frage ich besser ihn, hm?
      Ich mache jetzt erstmal Pause, muss WC und Hintern tut weh.
      Vielleicht schaffe ich es am Dienstagabend zur Schreibwerkstatt – mal sehen.

      Christoph Nr 1 hate einmal so eine schöne Geschichte vorgelesen, wo wir alle so herzlich gelacht hat und ich wollte gerne, dass er mehr sowas schreibt, aber das wollte er nicht.
      Ich frage mal Wilfried oder besser ich gugge selbst nach, ob die Geschichte im Geschichtenkorb gelandet ist. und wenn nicht, dann schreib ich die mal an. So machen wird das.
      Verzeih, ich brabbel nur so vor mich hin, Sonja. Den letzten Absatz bitte streichen, der war an mich gerichtet und nicht so sehr an Dich.

      Also: Pipipause, gleich gehts weiter!

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  3. Ich spekuliere lieber nicht, warum andere Kommentare hinterlassen bzw. viele nicht (leider).
    Ja, das macht es oft etwas einseitig. Man tappt ja sogar im Dunkeln, was die Leserzahl anbelangt und hofft, die Dunkelziffer möge höher sein.

    Ja es wäre schön, dich mal wieder bei der Schreibwerkstatt zu sehen/hören (nächste Woche).

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    • *smile
      Ja, das finde ich auch sehr wichtig, nicht darüber zu spekulieren, was andere denken könnten und was nicht. Wahrzunehmen, was sie wann wie fühlen, das ist sehr viel wichtiger!
      Dafür gibts ein Leckerli für Dich, Augenblick!

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  4. Selten so genossen! Dein Schreibstil ist so spritzig und munter, dass ich den Blog in mehreren Etappen lese. Erst einmal so allgemein, dann noch einmal langsam, um nichts zu übersehen. Dann noch einmal für Genuss. Manchmal hüpfst Du allerdings von besagtem Hölzchen aufs Stöckchen. Wenn ich das nicht sofort verstehe, fasse ich einfach später noch einmal nach. Allerrdings ist alles verstehen ja auch kein Zwang, oder?

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