Endlich zu Hause!

Ich möchte es mal kurz machen: Wenn Sie sich mal in Ihrer Phantasie verlaufen haben und wieder da raus finden wollen, kann ich Ihnen jemanden empfehlen, der sie begleitet, bis Sie sich wieder hinreichend sortiert haben, die Tür alleine aufzumachen.

Angehörigen, die gerne wissen möchten, wie man sich gegenüber Psychotikern in einer akuten am besten verhalten sollte, kann ich einige Verhaltensvorschläge an die Hand geben, die hilfreich sein könnten. Wie andere Menschen sich in Notsituationen verhalten, kann ich nicht sagen, aber was mich betrifft: Ich werde wieder und wieder um Schläge betteln, damit ich Ihnen nicht weh tun muss.Sinngemäß.

Es gibt eine aus meiner Sicht geeignete Art und Weise zu einer gemeinsamen Sprache zu finden: Rollenspielvokabular.

Aus meiner Sicht ist das Wichtigste, dass man die gegenseitige Absprachefähigkeit nicht verliert.Wenn man aneinander vorbeiredet, kann man einander nicht helfen. Missverständnisse kann man später wieder aufklären, wenn sich alle beruhigt haben.

Aber wenn es nicht gelingt, aus dem Wahn heraus Anweisungen zu erteilen, wie die Helfer dem Wahnsinnigen helfen können, wieder zurück auf den Boden der Tatsachen zu finden, dann können sich die „Verhandlungen“ durchaus ziemlich in die Länge ziehen.

Ich kann das nicht vorhersagen, was ich wann wie brauche, insofern ist es schwierig, allgemeingültige Verhaltensregeln zu formulieren.Wenn man aber Zeichen verabredet, die erkenntlich machen sollen, welcher der vielen bunten der Film mit der Realität ist, kann das sehr beruhigend sein, andererseits aber auch nach hinten losgehen.

Wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass wir hier zu viert an einem Tisch sitzen und ein Koop-Spiel spielen, dann bin ich nicht verrückt. Das sollte jeder, der sich in derselben Realität befindet wie ich, dann auch erkennen können.Ich übernehme gerne jede Rolle im Rollenspiel, aber meinen Platz am Tisch möchte ich mir selbst aussuchen dürfen. Das ist nicht verhandelbar und für mich neu, dass ich auch nicht überall mitspielen muss.

Was mir geholfen hat, war, wenn die Spieler meines Kasperletheaters einfach mitgespielt haben und mir immer durch ihr Verhalten ein gutes Beispiel gegeben haben, wie es in Ordnung ist, sich zu verhalten. Das ist hilfreich in Fällen, in denen man sich mit Worten nicht mehr verständigen kann.

Das Ergebnis des heutigen Netzwerkgesprächs ist, dass wir beiden Ehemänner, die es in der gemeinsamen Wohnung nicht aushalten können) eine Lösung für den Übergang gefunden haben und ich mir so schnell wie es eben in Hamburg machbar ist eine eigene Wohnung suche.

Ich habe das erste Mal nun auch eine Verfolgungsjagd erlebt, allerdings mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Leute mir eigentlich helfen wollten, sich aber furchtbar dämlich angestellt haben und sich hinterher alles aufklären wird, sobald ich es schaffe, mich zu beruhigen.

Ich habe auch tatsächlich eine Begegnung gehabt, die einfach zu schön ist, um wahr zu sein. Das muss eine halluzinierte Person gewesen sein und ja – da mache ich niemandem einen Vorwurf, wenn da mal die Wahrheit mit der Fiktion verwechselt wird. Sowas passiert jedem mal und andere machen das sogar mit Absicht. Aber böse meine ich es niemals. Und nachtragend bin ich auch nur solange, bis es alles ausgesprochen wird.

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