Mein Putzsklave saugt jetzt für mich

Mein Putzsklave saugt jetzt für mich

Ich habe mir nach langem Ringen zwischen Geiz und Faulheit einen Staubsaugroboter angeschafft. Die Lektüre der Rezensionen im großen Onlinekaufhaus war mir eine Freude, da doch mehr oder minder freiwillig amüsant. Auch mein Saugsklave hatte seine Kinderkrankheiten. Ich habe ihn die ersten Male bei der Arbeit beobachtet, um mir einen Eindruck davon zu verschaffen, wie er funktioniert und um die Schwachstellen unserer Wohnung auszuloten.

Zunächst mal ist er laut, macht aber im Gegensatz zum anderen Sauger, zusätzlich unregelmäßige Geräusche durch seine Bewegungen. Es ist also nicht nur das Sauggeräusch, sondern auch noch ein Rollen, das verschieden klingt, je nach Drehbewegung oder der Fahrt nach geradeaus. Neben dem Saugen pustet er auch vor sich her und ein sich drehendes Pinselchen, das den Dreck in Richtung der Saugöffnung bugsiert, ist ebenfalls zu hören. Schließlich gibt es noch ein Rumpeln, wenn er zum Beispiel über das Gestänge des Wäscheständer klettert und das Klopfen, wenn er an Gegenstände wie zum Beispiel Türen fährt.

Diese wechselhafte Geräuschkulisse ist der Grund dafür, dass der Sauger nur dann im Einsatz ist, wenn ich außer Haus bin. Bei dem Lärm kann ich nämlich nicht arbeiten.

Wenn man ihn in einem Raum einsperrt, in den er selbst reingefahren ist, damit er da drin konzentriert sauber macht, bummert er ständig an die Tür, weil er wieder raus will. Dafür gibt es diese Barriere, die man dann einsetzen sollte. Die war im Lieferumfang enthalten.

Es gibt einige Ecken, da kommt das Gerät nicht hin. Zum Beispiel unterm Schreibtisch hinter den Tischbeinen. Da sammeln sich mit der Zeit die Wollmäuse. Ebenso hinter der Tür, deshalb fege ich da vorher. Die Tür in meinem Zimmer geht nur halb auf, weil sie an den Schreibtisch stößt. Der Sauger fährt dann dahinter, stößt immer mal an die Tür, diese schließt sich und die Maschine ist im Zimmer eingesperrt. Komme ich also zurück, finde ihn da mit leerem Akku. Deshalb stelle ich hinter diese Tür meine Barriere und stelle sie auf Kreis.

Einmal kam ich nach Hause, da war der Sauger im Flur liegengeblieben. Er hatte die Kabel von Telefon und Router eingesaugt. Das war nicht weiter wild, hat aber gereicht, um ihn lahm zu legen. Übel hat es einmal den Wecker erwischt, das war richtig stramm um die Bürste gewickelt. Es haben beide Kontrahenten überlebt, aber hätte nicht sein müssen. Die Isomatte lege ich immer vorher auf den Tisch, da er die sonst nur durch den Raum schiebt.

Es ist also so, dass ich mit einigen Handgriffen die Wohnung vorbereite, damit der Sauger ungestört arbeiten kann. In Räume wie Küche, Bad und Klo lasse ich ihn gar nicht erst rein; ich fege den Dreck vorher raus und er nimmt den dann mit. Und ich trage es dann wieder in den Mülleimer, wenn ich den Behälter leere. Thats fucking teamwork! :D

Ich empfehle jedem den Kauf, der keine Lust hat, selbst zu saugen. Das hasse ich nämlich, weshalb ich früher alle Räume gefegt und nur den Flur mit dem kleinen Teppich gesaugt habe. Jetzt fege ich meist nur noch die Ecken und sauge gar nicht mehr. Wenn ich wischen will, fege ich vorher auch die gefliesten Räume.

Staubsaugroboter 2

Mein Staubsaugroboter iRobot Roomba 680

Es saugt und putzt der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann. ;) (Loriot)

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