Ich sollte wieder bloggen^^

Mich hats erwischt. Depression. Mehr als nur das bisschen schon gewohnte Antriebsschwäche. Deshalb halte ich mich hier so bedeckt. Ich habe keinerlei Mitteilungsdrang und mag mich lieber zurückziehen, als auf Leute zugehen.

Seit Pfingsten arbeite ich an einem Bericht meiner Reise nach Köln, aber er will und will nicht perfekt werden. Naja und ich komme wirklich nur in ganz kleinen Häppchen voran, als ob ich dann außer Puste wäre. Ich denke, ich muss doch etwas wirklich Bedeutendes gerade über die Parade zu sagen haben, die doch der Anlass meiner Reise gewesen ist – aber irgendwie war da viel zu viel und es sind nur einzelne Fragmente hängen geblieben.

Es gibt so vieles, das objektiv betrachtet sicherlich berichtenswert wäre, sich für mich aber nicht der Rede wert anfühlt. Die Tatsache, dass ich es geschafft habe, ohne Begleitung eine Reise zu unternehmen und den Kölner Dom wiederzusehen, ohne in der Psychiatrie zu langen zum Beispiel. Dann gibt es Dinge, von denen ich nicht sicher bin, ob das unbedingt an die große Glocke gehängt werden muss. Dass ich einen Gallenstein habe und meine Schilddrüse nebst Nebenschilddrüse aus dem Takt ist zum Beispiel.

Überfunktion der Nebenschilddrüse kann zu

Leistungsknick, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, um vermehrtes Durstgefühl, vermehrtes Wasserlassen, depressive Verstimmung, Übelkeit oder funktionelle Beschwerden des Magen-Darmtraktes

führen. Damit wären sogar meine Durchfälle erklärt. Den vermehrten Durst hatte ich bisher dem Lithium selbst zugeordnet. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht, wenn der Nephrologe seinen Bericht rausgeschickt hat.

Und dann gibt es Dinge, über die ich besser Stillschweigen wahren sollte … Gibt es?

Ich weiß nur, dass ich jetzt schon fast vier Wochen nicht an meinem Roman gearbeitet habe und schon überlegt habe, hinzuschmeißen. Wovon mich meine Kollegen bislang abgehalten haben. Ich will also weitermachen, weiß aber nicht, wie ich wieder reinkomme. Vielleicht bringt mich der VHS-Kurs „Roman-Werkstatt“ weiter, den ich dieses Wochenende besuche.

 

  1. Ich fühle mit. Ich weiß aus Erfahrung, wie niederschmetternd und lähmend Depressionen sind – ohne bei bipolaren Störunen mitreden zu können. Ich würde dich gerne entlasten und dich von deinem hohen Anspruch an dich selbst und deinem Perfektionismus befreien.

    Weil das leider nicht geht, sage ich dir stattdessen: du hast schon vieles geschafft, auf das du stolz sein kannst. Bleib´ dran, aber ohne Druck. Mach´ das, was geht und lass´es gut sein. Das ist besser als nichts (oder zuviel)!

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    • Danke Sonja für Deine lieben Zeilen. :)

      Ich bekomme das wieder und wieder gesagt, mein Anspruch sei zu hoch, ich sei so perfektionistisch … ich glaube, wäre dem nicht so, wäre ich nicht annähernd so weit gekommen, wie ich bin.
      Und ja, natürlich habe ich meinen Anspruch in den letzten Jahren schon um einiges tiefergelegt. Vielleicht reicht es aber auch immer noch nicht.
      Wenn ich nämlich einfach nur für Spaß eine Stunde schreibe, dann geht mir das leicht von der Hand und es entstehen mitunter tolle Texte. Arbeite ich am Roman hingegen, bekomme ich einen Knoten in den Kopf. Weil, der muss ja … ;)

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