Konfektionsgröße 60

Ich habe es nun Nadja gleichgetan und auch eine Reihe unvorteilhafter Selbstporträts begonnen.

Ganz ehrlich? Ich sehe da gar keinen großen Unterschied.

Auf dem Bild in der Mitte scheine ich den dicksten Bauch zu haben, das ist aber als mir die Hose, die ich auf dem ersten Bild links gekauft habe, schon viel zu weit geworden ist. Die Hose ganz links ist übrigens in derselben Größe wie ganz rechts, nur da war sie viel zu eng, weshalb ich damals überhaupt in der Umkleide war, um mir eine passende Hose zu kaufen.

Die Waage (zu Hause, nackt und nüchtern) sagt aber unter 125kg. Das bedeutet knapp 15 Kilo Unterschied zwischen Bild 1 und Bild 3.

Ich möchte mal die Gelegenheit nutzen und ein wenig über meine derzeitigen Ernährungsgewohnheiten schwafeln: Ich esse hauptsächlich Quark und Fisch.

Das macht den Löwenanteil aus. Den Magerquark mit Banane kannte ich ja schon vom letzten Mal. Und dann habe ich festgestellt, dass sich Fisch im Ofen (als Fertiggericht) genauso faul und bequem zubereiten lässt wie Pizza.

Man kann nun meckern, das sei einseitig. Pizza und Schokolade war aber genauso einseitig und deutlich ungesünder.

Gucken wir nochmal nach der Wampe:

Ich finde, auf dem neueren Foto sehe ich sogar dicker aus. Das liegt daran, dass ich nicht perfekt identisch zum Spiegel ausgerichtet stehe. Wenn man sich aber auf die Gürtellinie konzentriert, sieht man genau, dass beim älteren Bild deutlich mehr Gold aus der Hüfte quillt.

Einsame Schokolade

Schokolade gegen Einsamkeit, sozialer Rückzug wegen Übergewicht. Klingt unlogisch? Fühlt sich aber sehr schlüssig an.

Heute ist mir erst aufgegangen, dass dieser Zusammenhang bei mir besteht. Bisher dachte ich nicht, dass ich einsam sei – ich dachte ich bin gerne alleine und vielleicht war das auch so und ändert sich eben jetzt. Tagsüber allein zu sein ist okay für mich aber die Abende setzen mir zu. Und heute habe ich wieder Schokolade gekauft, bin abends um acht nochmal losgezogen dafür. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Die Gummibären und andere Süßigkeiten, wenn die Eltern abends ausgingen. Das soll jetzt keine Schuldzuweisung sein, mir ist einfach der Zusammenhang aufgefallen. Und jetzt habe ich auch eine Stelle, an der ich den Hebel ansetzen kann. :)

Ich bin jetzt seit zwei Monaten in einer Abnehmgruppe. Wir wiegen uns, wir reden über Ernährung und auch über Bewegung. Die Gruppenleiterin geht im Januar (eigentlich hatte sie es schon kommenden Montag vor) mit der Gruppe zu einer „… für Mollige“-Sporteinheit. Das geht für mich überhaupt nicht. Vor allem nicht abends nach Feierabend, wo ich danach Stunden brauche, um wieder runter zu kommen. Ich habe enorme Schwierigkeiten, mich Gruppen schwitzender Leiber anzuschließen und vor allem dann, wenn es überwiegend Frauen sind, am besten noch in einem verspiegelten Raum. Ich mag mich nicht zeigen, wie alles an mir wabbelt, deswegen habe ich meinen Crosstrainer zu Hause, auf dem ich morgens laufe. Und irgendwie sperrt sich auch alles in mir, mir andere Übergewichtige als Vorbild zu nehmen – ich will doch wieder schlank werden, nicht dick bleiben. Leider konnte ich meine Klappe nicht halten, als eine von der Zumbagruppe erzählte, die sie in dem Prospekt auch gesehen hatte und mir entfuhr ein „Das wollte ich auch schon immer mal ausprobieren!“ – jetzt bin ich quasi-verabredet für Januar zum Zumba mit dieser Dame. Ich weiß jetzt schon, dass mir die Lunge heraushängen wird, weil meine Kondition dafür lange nicht ausreicht, mit schlanken Menschen mitzuhalten. -.-

Und die Schokolade? Der Rest liegt mittlerweile einsam im Schrank. Soll sie doch verrecken da.

Intermittierendes Fasten

Es ist mir gelungen, von der Schokolade loszukommen. Ich musste mich total einigeln, bin nicht mehr einkaufen gegangen, aber irgendwann war es vorbei. Jetzt habe ich auch keine Probleme mehr damit, an Schokolade vorbeizugehen. Die ersten fünf Kilo habe ich schon wieder abgenommen, obschon ich noch jeden Tag Pizza gegessen habe.

Mittlerweile ist es so, dass ich wieder sehr proteinreich esse und auch manchmal mit frischem Gemüse koche. Meistens greife ich jedoch auf Fertiggerichte zurück. Dabei gibt es zur Zeit zwei Mahlzeiten, einmal Magerquark mit 2 Tl Zucker sowie einer Banane und einmal ein warmes Abendessen. Beides innerhalb eines Zeitfensters von sieben Stunden. Das bedeutet, dass ich von 24 Stunden 17 faste. Das hilft mir dabei, nicht ständig jedem Appetit sofort nachzugeben und ich habe wieder regelmäßige Mahlzeiten.

Letzten Dienstag war ich das erste Mal bei einer Abnehmgruppe, was mich sehr motiviert. Dadurch habe ich das Gefühl, dass es auch einen Unterschied macht, wenn ich nicht abnehme. Es fühlt sich einfach wichtiger an, wenn mein Ergebnis auf der Waage auch noch jemand anderen interessiert. Noch bin ich weit entfernt davon, dass man mir die Gewichtsreduktion ansieht und entsprechend lobt.

Mit Bewegung fange ich auch langsam wieder an. Zuerst waren es Dehnübungen, damit ich mich wieder daran gewöhne, täglich etwas auf der Matte zu machen. Jetzt habe ich auch die Aufwärmübungen hinzugenommen und ersten Muskelkater überstanden. Als nächstes will ich wieder mit dem Crosstrainer anfangen, damit ich meine Kondition verbessere und nicht mehr so schnell aus der Puste bin. Neulich habe ich einen Zug verpasst, weil ich nicht schnell genug rennen konnte. Das hat mich frustriert und motiviert.

Scham-Rolle à la Geschlossene

Überrollt von der Scham nach der Manie mache ich mir Gedanken über die Rolle der Scham und schäme mich meiner wieder frisch angefutterten Speckrollen. Superduper Wortspiel und das trotz Tablettenkonsum – oder gerade deshalb wieder möglich?

Nachdem ich bereits im September zwei Wochen mit Beschluss in Hamburg in der Klinik verbracht hatte, blieb mir noch weniger Zeit, um mein Leben in Hamburg wieder zu ordnen. Mein neues tolles Leben, in dem ich endlich wieder erwerbstätig oder zumindest erkennbar auf dem Weg dahin bin. Das Leben, in dem ich Genesungsbegleiter werde. Weiterlesen

Latest News: Auch Maschinen irren sich, nicht nur Menschen!

Rezept für eine Erfolgsstory: Man füttere ein Feedbackformular mit folgender Anfrage, die nur ein Mensch verstehen kann. Maschinen sind mit sowas überfordert, man programmiert ja nur die Regelfälle, die die DAUs oder jene, auf die im IT-Sprech mit Anspielungen wie Fehler 40  herabgesehen wird. Ich meine die Menschen, die vor Computern sitzen, um Probleme zu lösen, die sie ohne diese Vollidioten, die nicht daran interessiert sind, ihren Anwender_innen zu helfen, gar nicht hätten. Die …  – lange Geschichte. *abwink

Also irgendeinen maschinenunverdaulichen Text schreiben. Eigentlich reicht auch ein Satz mit ein paar Reizworten. Die Bedeutung sollte ein klar denkender Mensch verstehen können, aber eben nicht vom Administrator durch automatisch generierte Nachrichten abgefangen werden können. Das ist wichtig, um zu prüfen, ob man mit einer Maschine kommuniziert oder mit einem Menschen. Denn die Maschine hat ja keine Gefühle, der kann man nicht weh tun. Die kann man ruhig kaputtmachen. Die werden doch eh so gebaut, dass die nach Ablauf der Gewährleistungsfrist den Geist aufgeben, wenn sie nicht schon vorher durch ein neueres Modell an Wert verloren haben. Also bitte: Nur keine Hemmungen. Das ist schon kaputt.

Beispieltext zum besseren Verständnis: 

Ich war im ersten Augenblick verwirrt und fragte mich, ob der spinnt oder ich, aber ich habe einen Screenshot gemacht.

Ich bekam 1 Rosengeschenk, freute mich, klickte oben auf den Link.
 Dann öffnete sich ein Fenster: (Screenshot kann ich hier nicht anhängen)
 Da hat der Gärtner mir ein Blümchen gepflückt, das ganz offensichtlich für eine andere Person bestimmt war. Es handelte sich um eine Geschichte von "Naschkatze" mit dem Titel "Sommernachtstraum" - ein +18-Inhalt.
 Da ich Freeuser bin, erinnere ich nicht, einen solchen eingestellt zu haben und schon gar nicht ein fremdes Werk unter falschem Namen - daher habe ich die Rosen zertreten, weil ich mich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken wollte.
 Oder war der Fehler etwa, dass der Link auf eine andere als die beabsichtige Datei führte?
 Wenn ich wirklich einen 1. Platz gewonnen habe, möchte ich die Rosen natürlich öffentlich annehmen und nicht zertreten. Bin unschlüssig, ob ich mich richtig entschieden habe.
 Wäre lieb, wenn ihr das mal prüfen mögt.
 Danke!

Lysander / Fremde Angst

Mit so einem Quatsch mit Soße die Maschine füttern. Das ist dann einfacher, weil man sich vorstellen kann, man tut dem Spielzeug was gutes und meint es gar nicht böse. Man möchte ja nur sehen, wie das Ding reagiert. Mir persönlich fällt es leichter, wenn ich mir vorstelle, dass ich mir die Maschine zum Untertan mache und sie benutze und quäle, aber jeder Jeck is ja anders.

Also simsalabim im Handumdrehen haben wir eine Kurzgeschichte im Stil des Dialogromans.

[Hier wird die Geschichte verlinkt]

Der Kollege Karl Olsberg war so freundlich, mich darüber aufzuklären, wie der Markt heute funktioniert – Kurzgeschichten sind in, zum Lesen dicker Schinken fehlt heute einfach die Zeit. Er ist wirklich vom Fach, lest von ihm gerne „Das System“ – das hat mich sehr beeindruckt und mir dabei geholfen, die Welt zu verstehen. Aber natürlich nur dann, wenn ihr euch dafür interessiert. Ganz freiwillig. Ich quatsche zwar Opern, aber niemandem was auf. Ich möchte mich nur für seine Unterstützung bedanken, weil er mir eine Frage schenkte, die ich nicht beantworten konnte: Warum …

Nein, nicht, warum die Banane krumm ist, Hasi.

Warum ist nur das eine Buch, das ich geschrieben habe, ein Bestseller geworden? *kopfkratz

Dabei habe ich mir doch mit allen so viel Mühe gegeben und so. Versteh ich gar nicht. Was hab ich denn falsch gemacht?

So sinngemäß. Das wusste ich zwar in dem Moment auch nicht, aber ich wusste, dass ich andere Bücher von ihm natürlich nicht lesen werde. Warum? Weil er mir höchstselbst davon abgeraten hat. Ich wollte ja lernen, wie man gelesen wird und nicht nur, wie man schreibt. Letzteres war eher Mittel zum Zweck. Ich dachte, man müsste schreiben können und hab mir jahrelang die Ohren gebrochen. Tja, bis er mir das erklärt hat.

Mei, ist das lange her: So roundabout vier Jahre. Ich weiß gar nicht, ob es sein Projekt noch gibt von damals? Müsste ich mal suchen, aber er müsste ja derjenige sein, der an der Antwort auf seine Frage ist. Folglich muss er zu mir kommen und ich ihm nicht hinterherlaufen. Also Karl, auch wenn Du mein damaliges Angebot, geschäftlich zusammenzukommen, abgelehnt hast, zweite Chance: Frag mich einfach. Ich hab die Antwort und will sie doch sooo gerne loswerden… Na komm, gooogle Dich mal schnell, ist doch ganz einfach!

Bis bald!

Fortsetzung folgt, sobald ich die Geschichte formatiert habe, deren erster Entwurf gefühlte 15 Minuten gedauert hat. Dann zu finden auf einer neuen Seite, die ich kurz ankündige, aber auch nur für die ganz ganz faulen Socken, die gar keine Lust haben, sich in meine hübsch aufgebaute Ordnung einzukuscheln.

Das war die Stelle mit dem Berg und dem Propheten. Kann man ja mal verwechseln, nicht schlimm…

Achso ja und dann gibts auch gleich das Beispielbild dazu, das eigentlich (AIDA-Prinzip) für Aufmerksamkeit sorgen sollte, aber das dauert mir zu lange gerade. Will das erstmal loswerden.

 

Anti-Fettlogik mit Gedankensalat

Ich muß beichten… es tut mir so so leid, für die Leute, die sich nun den Arsch aufgerissen haben, um das auch so hinzukriegen wie ich. Meine Annahme – Woher ich meine eiserne Disziplin nehme – ist möglicherweise doch nicht so ganz korrekt. Vielleicht habe ich ja doch Disziplin und es gar nicht bemerkt.

Guckt mal, ohne Kalorienzählen, ohne Waage, einfach so. Das hat der liebe Gott gemacht, das war gar nicht meine Leistung, als ich dachte, ich hätte so dolle viel Erfolg gehabt im letzten Jahr. Da war ich wohl doch leider größenwahnsinnig, als ich geglaubt habe. Frau Dr. Nadja Herrmann schreibt ja in ihrem Blog, dass das mit dem intuitiven Essen nicht funktionieren kann. Und sie ist ja Psychologin, die weiß Bescheid. Dann kann das ja bei mir auch nicht funktionieren und ich muss krank sein im Kopf, oder? Wüsste wirklich gerne, was therapeutenseele dazu meint, aber die traue ich mich nicht zu fragen. Die ist doch auch Therapeutin und hat gar keine Zeit, weil die ja alle immer so lange Wartelisten haben, sonst hätte sie mir ja sicherlich schon einen Therapieplatz angeboten. Und hm, naja, ich bin es ja auch gar nicht wert, dass sie sich die Zeit nimmt für mich. Ich bin doch eh so fett und hässlich und meine Gedanken drehen sich immer im Kreis. Schon wieder dieselbe Schallplatte: Abnehmen, du musst abnehmen, Du musst, Du musst, Du musst – ich kann es nimmer hören!!!!!!!!!!!!!!11111111111111111111111

Warum hilft mir denn nie einer? jauuuuuuuuuuuuuuuuul!!!!!!!!!!111111111111111

So hier, da, Du liest doch mit und du hast auch schon ein paar Kommentare gemacht bei mir. Ich weiß, Du schaffst es, wenn Du Dir Mühe gibst. Guck mal, ich mache es Dir auch einfach, ich mache es fettgedruckt, ja?

28.07.16 : kg
29.07.16 : 97,4 kg
30.07.16 : kg
31.07.16 : kg
01.08.16 : 94,0 kg
Und jetzt bitte, schnieef, schluchz, hilf mir mal, Dir dabei zu helfen, etwas zu lernen. Du musst nicht so alberne Angst haben wie ich. Das tut Dir gar nicht weh, noch ein bissl zu wachsen. Echt nicht. Babyschritte führen zum Erfolg. Ganz langsam, klitzekleine Babyschritte. Aber bitte die Füße richtig abrollen. Ich zeige Dir auch gerne, wie das geht. Ich bin nämlich unzertifizierte Godopäde und mache bald eine Ausbildung zum Genesungsbegleiter.

Wir müssen das jetzt üben, wie das geht.

Bitte bitte, versucht es nicht, das alleine zu Hause nachzumachen. Das könnte schwer in die Hose gehen.
Ich erklärs gerne, wenn Du sehr sehr viel Zeit hast, aber sage Dir gleich, dass Du mir das nicht nachmachen kannst. Ich bin da irgendwie ein Einzelfall.^^
Sorry, dachte echt, das könnte jeder einfach so. :/ Habs mir so sehr gewünscht…
Immer ist bei mir alles anders, #seufz #plärr

Sie lasen: Hineinsteigern in depressiv gefärbte Wahnvorstellungen bei leise aufkeimender Hoffnung, weil der Wunsch, vor lauter Angst, Scham und sonstigen Symptomen des Kleinheitswahns im Boden versinken zu wollen natürlich nüchtern und ausgeglichen betrachtet vollkommen unrealistisch ist.

Ich bitte Sie darum, mir nur eine Frage zu stellen, und weil das hier kein Jeopardy ist, verrate ich ihnen die Antwort: Wer zieht hier die voreiligen Schlüssel?

Um das herauszufinden, nehme ich an einer MKT-Studie teil, kann aber leider nicht versprechen, dass ich auch tatsächlich in der MKT-Gruppe lande oder in der anderen, denn das wird leider gelost.

Ich freue mich auf weitere Folgen in der Forschungsreihe zur Klärung der Frage: Ist das noch Wahn oder macht das schon Sinn?

Auf Wiederlesen, liebe Hörer_innen, wenn es wieder heisst: Piepen darf nur der Anrufbeantworter, sonst werden Sie postwendend für verrückt erklärt. Darauf geb ich Ihnen Brief und Siegel. Nur zur Sicherheit, damit Sie nun doch nicht vor lauter Freude abheben. Aber alles hübsch sutsche und consensual.


Sind Sie denn jetzt vollkommen verrückt geworden?

(USW, meine Lieblingschefin)

Aber nein, das bin ich nie gewesen. Das waren immer nur die kranken Systeme, die mir nicht bekommen sind… Weiterlesen

Fettlogik-Schleifen: Das Ringen mit dem inneren Schweinehund

17. Juli 2016

Als ich nach Bonn gefahren war, tat ich das mit dem Vorsatz, nun endlich kraft des Tapetenwechsels und der selbstgewählten sozialen Isolation wieder von der Schokolade loszukommen, mich nur von Diätshakes und Magerquark mit Obst zu ernähren und so ganz nebenbei und ohne jede Mühe abzuspecken.

Aufgeschoben habe ich dieses Vorhaben, bis ich nach einigen Tagen bei meiner Mutter auch wirklich ganz allein in dem Appartment Nr. 21 in Bonn war. Durchgehalten habe ich das Ganze keinen halben Tag. Ich trete auf derselben Stelle wie vorher.

Es ist immer wieder dasselbe: Vertagen und Scheitern. Mal in kürzeren oder längeren Intervallen. Mal halte ich auch einige Tage durch, bis die Stimmung und damit das Gewichtsreduktionsprojekt kippt. Und wieder ein Punkt für den Schweinehund.

Hier seht ihr einen Schweinehund:

Innerer Schweinehund

Inschrift: MEIN INNERER SCHWEINEHUND

Für mich sieht es ehrlich gesagt weniger nach Hund aus und mehr nach einem Schwein im Gestapo-Mantel. Es handelt sich um eine Skulptur an der Bonner Museumsmeile, die folgende Inschrift trägt:

INNERER SCHWEINEHUND

ART:
Tier mit Instinkten niedriger Art.

UNTERSCHLUPF:
In Dir und in Mir, d.h. in jedem einzelnen Individuum des Homo Sapiens.

WACHSTUMSBEDINGUNGEN:
Wächst sich groß, wenn Menschen Opfer der Gewalt, der Erniedrigung und respektloser Verfahren werden.

BETRAGEN:
Greift die etische Wertgrundlage des Menschen an, so daß Rassismus, Fremdenhaß und Intoleranz die Übermacht bekommen.

VERBREITUNG:
Kann völlig die Macht über einzelne Menschen, über soziale Gruppen und im Extremfall über ganze Bevölkerungen nehmen.

DARF NICHT GEFÜTTERT WERDEN

Dem Künstler ging es bei seinem Werk ganz offenbar weniger ums Abnehmen als mehr um ein Zeichen gegen Fremdenhass. Aus meiner Sicht sind aber ganz ähnliche innere Konflikte, denen man erliegt oder auch nicht. Stets ist es die Macht der Gewohnheit, die den Sieg davonträgt.

Welche Gedanken habe ich über meine Mitmenschen? Sollte ich den neuen Kollegen mal fragen, ob er wirklich aus religiösen Gründen auf Schweinefleisch verzichtet, ob es gesundheitliche Gründe hat oder ob er vielleicht Veganer ist? Nein, lieber nicht. Eigentlich geht mich das ja gar nichts an. Was soll der denn dann über mich denken.

Welche Gedanken mache ich mir über mein Essen? Sollte ich heute mal nur einen kleinen Salat oder eine Suppe nehmen? Eigentlich habe ich gar keinen richtigen Appetit. Aber es ist doch jetzt Mittagspause und was ist, wenn ich dann gleich wieder Hunger habe? Wenn ich nachher nochmal runtergehe, um mir einen Apfel zu holen, halten mich die Kolleginnen für einen Vielfraß.

In beiden Fällen vermischen sich die Gedanken über Essen mit Spekulationen darüber, was andere Menschen denken könnten. Wenn ich stark adipöse Menschen sehe, denke ich mittlerweile höchst abfällig über sie. Solche Gedanken möchte ich nicht, dass andere über mich hegen, aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hänge ich in meinem gegenwärtigen (Fr)Essverhalten fest.

Es muss doch möglich sein, mich Babyschrittchen für Babyschrittchen wieder hin zu einem gemäßigteren Ernährungsverhalten zurückzubewegen. Ich habe es schon einmal geschafft und ich kann es wieder schaffen. Ich will es auch. Wirklich!

Morgen starte ich einen neuen Versuch mit der magischen Kohlsuppe nach Marion Grillparzer. Natürlich startet meine Diät erst morgen. Denn heute ist ja noch Schokolade da. ;)

Wer sich für meine inneren Grabenkämpfe der letzten Wochen in der ausführlichen Variante interessiert, kann gerne weiterlesen.

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Erdung durch Essen / Schokolade für die Nerven

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.

(Sprichwort, Erläuterung im Wiktionary)

Ja klar: Mir hilft auch das Essen von Schokolade, um in der Mitte zu bleiben.

Es hat einen antidepressiven Effekt, wie ich oder besser gesagt Gerald Hüther schon einmal erklärt hatte, weil es die Wiederaufnahme von Serotonin hemmt und zudem hat es wie andere als Suchtmittel geeigneten Substanzen einen antriebssteigernden Effekt, weil durch die Aktivierung des Belohnungszentrums Dopamin ausgeschüttet wird (Quelle: GEO, Ausgabe 06 2016, Titelstory Zucker: unser Feind auf dem Teller).

Zu viel Essen führt aber vor allem dazu, dass Leib und Seele sich immer weiter voneinander entfernen, genauso wie wenn man sich der Nahrungsaufnahme komplett entzieht. Spätestens wenn die Haut reißt, hat man irreversible Schäden, weil diese Narben („Schwangerschaftsstreifen“) zwar mit der Zeit verblassen, aber nie wieder verschwinden. 

Mir reicht inzwischen die Feststellung, dass ich derzeit genauso viel Geld für Süßigkeiten und Junkfood ausgebe wie schon einmal für Zigaretten. Daran ist für mich erkenntlich, dass ich ein ernsthaftes Problem habe, das über das der nicht mehr sitzenden Hose hinausgeht. Weiterlesen

Schweinemedaillons mit Bacon umwickelt auf Champignons in Paprikasosse

Schweinemedaillons mit Bacon umwickelt auf Champignons in Paprikasosse

Zubereitungszeit: Kommt auf Dein Arbeitstempo an, solche Angaben stimmen ja eh nie.^^

Garzeit: ca. 45-50 min.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Schweinefilet
  • 7 Scheiben Bacon (1 Pckg. von Tulip)
  • 250g Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 4g Leichte Butter (Du darfst)
  • 250ml Rama Cremefine 7%
  • 2 Knoblauchzehen
  • Paprikamark (ca. 30g)
  • weißer Pfeffer
  • Kerbel
  • Paprikapulver
  • ggf. Sossenbinder
  • 1/2  bis 3/4 -Liter Wasser aus der Leitung

Wenn Du zunehmen / Gewicht halten möchtest: Als Beilage passen dazu Kartoffeln, Kroketten, …  oder Baguette.

Essen ist fertig.

Guten Appetit!

Nährwerte pro Portion:

Was kcal Fett Kohlehydrate Eiweiß Gramm/ml
642 32,928 8,561 75,093 636,500
Schweinefleisch 297 5,560 0,000 61,160 278,000
Bacon 193 17,500 0,000 8,750 62,500
Champignons 20 0,250 0,750 3,375 125,000
Zwiebeln 12 0,088 2,156 0,528 44,000
Butter 7 0,780 0,030 0,030 2,000
Rama Cremefine 113 8,750 5,625 1,250 125,000
25%-30% Max. 50% – 55% Mind. 20%
Anteil Fett Anteil KH Anteil Eiweiß
47,17% 5,47% 47,94%

Zubereitung:

  1. Backofen vorheizen: 180°C (Umluft).
  2. Champignons in Scheiben schneiden.
  3. Schweinefilet ggf. parieren, in 7 Medaillons portionieren., mit Speckstreifen umwickeln. (Wenn es bei Dir 6 Medaillons werden lässt es sich glatt aufteilen und Du kannst den Speck später zu einem Spiegelei essen.)
  4. Den Boden einer Auflaufform gut mit Pilzen bedecken, Medaillons draufsetzen.
  5. In einem Topf Zwiebeln und Knoblauch in der Butter anschwitzen, etwas Wasser hinzufügen (damit es nicht anbrennt).
  6. Paprikamark und Pfeffer etwas mitschwitzen lassen (Röststoffe geben Aroma, zuviel davon schmeckt angebrannt.).
  7. Mit Rama Cremefine aufgießen, zweimal mit Wasser auffüllen und dieses in den Topf mit der Soße gießen. Alternativ: Milch anstelle von Rama + Wasser verwenden.
  8. Mit Paprikamark, Paprikapulver, Pfeffer und Kerbel abschmecken. Salz habe ich weggelassen, da der Bacon sehr salzig ist. Raucher könnten es ganz ohne zugegebenes Salz zu fade finden.
  9. Wenn Dir auch die Hand mit dem Soßenbinder ausrutscht: Weiteres Wasser zugeben. Es ist jedoch gut, wenn die Soße so zähflüssig ist, dass Du sie so eigentlich nicht essen möchtest. Das austretende Wasser aus dem Gargut wird sich damit verbinden und nachher ist die Soße flüssiger als vor dem Schmoren.
  10. Für 45 Minuten in den Ofen schieben. Falls es nach einer Dreiviertelstunde noch nicht gar ist, nochmal 5 Minuten in den Ofen.

Bitte langsam und gründlich kauen, bewusst genießen und Sättigung wahrnehmen. Nimm Dir mindestens zwanzig Minuten Zeit dazu, denn so lange braucht der Körper, bis die Information, dass der Magen ausreichend befüllt wurde, im Gehirn ankommt. Wenn ein Stück übrig bleibt, lass es Dir nicht aufquatschen, sondern hebe es auf für später als Zwischenmahlzeit.

Guten Appetit!

 

Der Körper als Spiegel der Seele: Haut

Der Körper als Spiegel der Seele: Haut

In den letzten Wochen Monaten hatte ich Probleme mit der Haut an den Augenlidern:

Meine Haut juckte, war trocken, gerötet, schuppte und war aufgrund der Reizung sehr empfindlich. Bevor ich diesen Impuls des Reiben-wollens bewusst zu unterdrücken begann, habe ich häufig gerieben. Abends cremte ich mit Bepanthensalbe ein, um die Haut zu beruhigen.

Nun hatte ich mich gefragt, was da mit meiner Haut los ist. Ich fragte mich, was seelisch drei Wochen zuvor geschah. (Die Haut braucht rund 21 Tage, um zu reagieren.) Zu dieser Zeit war ich eine gute Woche hypoman gewesen.

Weiterhin interessierte mich, warum es ausgerechnet auf den Augen auftritt. Im Gesicht sieht es jeder, sobald ich die Augen schließe.

Die Augen sind die Fenster zur Seele. Wenn ich die Augen schließe, wird meine Dünnhäutigkeit offenbar. Ich schließe die Augen mehrmals am Tag unbewusst; bewusst, um in mich hineinzusehen oder zur Entspannung und damit Regeneration. Weiterlesen

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