DSGVO: Ich bin Privatperson

So muss man es doch mal ganz nüchtern betrachten. Ich bin zwar Schriftsteller, aber ich verdiene kein Geld damit. Ich bin ein Rentner, der an seinem ersten Roman schreibt. Das ist alles. Hier gibts auch keine Werbung, wenn man sich mal umguckt (dafür zahle ich), auch wenn ich vielleicht mal das ein oder andere Produkt toll finde und meine Erfahrungen damit teile.

Trotzdem bin ich Checklisten durchgegangen und habe jetzt einiges umgekrempelt.

  • Den Cookie-Hinweis habe ich von Anfang an.
  • Meine Sharing-Buttons sind seit einer Weile hinter diesem Teilen-Button versteckt, den man erst klicken muss, um sie zu aktivieren.
  • Ich habe den Text beim Folgen-Button für die Mail-Follower erweitert und um den Hinweis ergänzt, dass die eMail-Adresse dabei gespeichert wird, was nicht wirklich jemanden überraschen dürfte.
  • Die Community-Widgets sind raus.
  • Die Gravatar-Bildchen bei den Kommentaren werden nicht mehr angezeigt. Die bei den Likes kriege ich nicht weg. Likes soll man wohl auch abstellen können, aber das will ich nicht. Trifft ja ohnehin nur Leute, die selbst bloggen.
  • Die Umwandlung von Smilies in Grafiken ist abgestellt.
  • Alle bisher geposteten Videos sind nun erweitert eingebettet oder entfernt. Bei den meisten hat die Einbettung leider nicht geklappt, es wird nur ein Link angezeigt. Vermutlich sind sie zu alt.
  • Ich habe eine Datenschutzerklärung verfasst: Datenschutz & Impressum Nicht sehr üppig, zugegeben, aber ich weiß auch nicht wirklich, was WordPress mit wessen Daten veranstaltet.
  • Ich habe den Text am Eingabefenster für Kommentatoren, die sich mit eMail-Adresse verifizieren, um einen Hinweis ergänzt, dass zusätzlich auch ihre IP gespeichert wird.
  • Was die IP mit den Kommentaren angeht, die kann und will ich nicht abstellen. Ich kann nur in Erwägung ziehen, die Kommentarfunktion gänzlich zu schließen. Finde ich aber doof, zumal es überwiegend Leute trifft, die selbst bloggen. Ich war im übrigen immer schon davon ausgegangen, dass meine IP überall gespeichert wird, wo ich draufklicke.

Ich meine, mehr gemacht zu haben, kann mich aber nicht im Einzelnen erinnern. Für mich ist die Umstellung jetzt erstmal abgeschlossen. Besser komme ich nicht dran an das, was gefordert ist, ohne Geld in die Hand zu nehmen. Und das finde ich im Augenblick nicht angemessen.

In den letzten Tagen beschleicht mich auch oft das Gefühl, dass ich eigentlich den gesamten Blog vom Netz nehmen könnte und es würde wohl kein Hahn danach krähen. Es wäre so einfach, mit einem Klick alles das zu löschen, was ich in den letzten zehn Jahren von mir gegeben habe. Was mich angreifbar macht. Stattdessen gebe ich alles, um irgendwie weitermachen zu können und das zu erhalten, was ich geschaffen habe.

Weil eben doch manchmal Leute auf der Seite landen und sich gründlich umsehen. Denen ich vielleicht genau mit meinen Erfahrungen weiterhelfen kann. Von denen ich aber idR nichts höre. Ich habe in zwei Jahren zwei Zuschriften bekommen. Eine Mail über das Kontaktformular von einer Jugendfreundin und eine Postkarte von jemandem, der mir schon einmal hier im Stadtteil über den Weg gelaufen war. „Richtige“ Fanpost dachte ich von Leuten zu bekommen, die irgendwie auf meiner Seite landen, meine Geschichten toll finden und mich deshalb anschreiben. Aber Pustekuchen.

Ich blogge weniger in letzter Zeit und das nicht nur, weil ich nach Möglichkeit jedes Wort in meinen Roman fließen lasse. [Dieser Satz ist mitsamt den folgenden dem Datenschutz zum Opfer gefallen.]

Datenschutz in meinem Blog

Bei Frau Papa bin ich auf die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) aufmerksam geworden. Sie überlegt, ihr Blog deshalb zu schließen. Ganz so wild ist es, denke ich nicht. Sie ist, soweit ich das beurteilen kann und wie auch von einem Kommentator angemerkt wurde, eine Privatperson, die nach Art. 2 c) DSGVO vom Geltungsbereich der Verordnung ausgenommen sind. Das trifft auf mich auch zu, solange ich nicht unter die Gewerbetreibenden gehe – das habe ich jedoch in absehbarer Zeit vor. Ich denke jedenfalls, dass ich als Schriftsteller ab einem gewissen Punkt als Unternehmer gelte. (Kia erklärt: Ab 50.000 Euro Umsatz pro Jahr, darunter ist man Kleinunternehmer.)

Deshalb muss ich mich erstmal nicht überschlagen, nur weil das Ding am 28. Mai diesen Jahres inkrafttritt. Schließlich will ja auch die Steuererklärung erledigt werden und anderes. Was ich auf die Schnelle hab erledigen können ist bereits angepasst. Dh der Satz bei der Folge-Aufforderung per eMail ist ergänzt um einen, dass dadurch die E-Mail-Adresse gespeichert wird. Wär ja auch keiner drauf gekommen. Der Facebook-Button ist wieder rausgeflogen, ebenso die auf meiner Seite angezeigten Avatare anderer. Für alles weitere brauche ich noch eine Weile. Wenn ich Glück habe, stellt auch WordPress eine Lösung bereit und ich muss nicht alles von Hand basteln.

Meine Datenschutzerklärung muss ich dann auch noch schreiben. Im Augenblick kann ich gar nicht aus dem Ärmel schütteln, welche Daten bei welcher Gelegenheit gesammelt werden, obwohl ich schon eine Weile recherchiere. Die Cookies, aber den Hinweis darauf habe ich von Anfang an. Bei den Kommentaren wird zum Beispiel auch die IP-Adresse gespeichert. Das ist auch etwas, das ich beibehalten werde, sollte es hinsichtlich des Inhalts des Kommentars einmal strafrechtlich relevant werden. Da sollte dann für den Kommentator eine Checkbox hin, dass er oder sie damit einverstanden ist. Aber wie ich das da hinzaubern kann, das weiß ich noch nicht. Beim Kontaktformular ist es mir schon gelungen.

Hier gibt es eine DSGVO-Checkliste für Blogs, die mir sehr weitergeholfen hat. An deren Ende sind auch Blogs verlinkt, die bereits fertig aufgerüstet sind für die DSGVO und in denen erklärt wird, wie man dies erreichen kann. Auch wenn ich nicht ganz verstanden habe warum, habe ich die automatische Umwandlung von Smilies in Bildchen abgeschafft. Gefällt mir im Schriftbild ohnehin besser. :)

Ein Anwalt erklärt die DSGVO auf deutsch, das finde ich sehr hilfreich. Nun weiß ich auch, dass ich verpflichtet bin, mich selbst anzuzeigen, sollte ich gehackt werden.^^

WordPress kündigt ein Update für Ende April, Anfang Mai an.

Mein Putzsklave saugt jetzt für mich

Mein Putzsklave saugt jetzt für mich

Ich habe mir nach langem Ringen zwischen Geiz und Faulheit einen Staubsaugroboter angeschafft. Die Lektüre der Rezensionen im großen Onlinekaufhaus war mir eine Freude, da doch mehr oder minder freiwillig amüsant. Auch mein Saugsklave hatte seine Kinderkrankheiten. Ich habe ihn die ersten Male bei der Arbeit beobachtet, um mir einen Eindruck davon zu verschaffen, wie er funktioniert und um die Schwachstellen unserer Wohnung auszuloten.

Zunächst mal ist er laut, macht aber im Gegensatz zum anderen Sauger, zusätzlich unregelmäßige Geräusche durch seine Bewegungen. Es ist also nicht nur das Sauggeräusch, sondern auch noch ein Rollen, das verschieden klingt, je nach Drehbewegung oder der Fahrt nach geradeaus. Neben dem Saugen pustet er auch vor sich her und ein sich drehendes Pinselchen, das den Dreck in Richtung der Saugöffnung bugsiert, ist ebenfalls zu hören. Schließlich gibt es noch ein Rumpeln, wenn er zum Beispiel über das Gestänge des Wäscheständer klettert und das Klopfen, wenn er an Gegenstände wie zum Beispiel Türen fährt.

Diese wechselhafte Geräuschkulisse ist der Grund dafür, dass der Sauger nur dann im Einsatz ist, wenn ich außer Haus bin. Bei dem Lärm kann ich nämlich nicht arbeiten.

Wenn man ihn in einem Raum einsperrt, in den er selbst reingefahren ist, damit er da drin konzentriert sauber macht, bummert er ständig an die Tür, weil er wieder raus will. Dafür gibt es diese Barriere, die man dann einsetzen sollte. Die war im Lieferumfang enthalten.

Es gibt einige Ecken, da kommt das Gerät nicht hin. Zum Beispiel unterm Schreibtisch hinter den Tischbeinen. Da sammeln sich mit der Zeit die Wollmäuse. Ebenso hinter der Tür, deshalb fege ich da vorher. Die Tür in meinem Zimmer geht nur halb auf, weil sie an den Schreibtisch stößt. Der Sauger fährt dann dahinter, stößt immer mal an die Tür, diese schließt sich und die Maschine ist im Zimmer eingesperrt. Komme ich also zurück, finde ihn da mit leerem Akku. Deshalb stelle ich hinter diese Tür meine Barriere und stelle sie auf Kreis.

Einmal kam ich nach Hause, da war der Sauger im Flur liegengeblieben. Er hatte die Kabel von Telefon und Router eingesaugt. Das war nicht weiter wild, hat aber gereicht, um ihn lahm zu legen. Übel hat es einmal den Wecker erwischt, das war richtig stramm um die Bürste gewickelt. Es haben beide Kontrahenten überlebt, aber hätte nicht sein müssen. Die Isomatte lege ich immer vorher auf den Tisch, da er die sonst nur durch den Raum schiebt.

Es ist also so, dass ich mit einigen Handgriffen die Wohnung vorbereite, damit der Sauger ungestört arbeiten kann. In Räume wie Küche, Bad und Klo lasse ich ihn gar nicht erst rein; ich fege den Dreck vorher raus und er nimmt den dann mit. Und ich trage es dann wieder in den Mülleimer, wenn ich den Behälter leere. Thats fucking teamwork! :D

Ich empfehle jedem den Kauf, der keine Lust hat, selbst zu saugen. Das hasse ich nämlich, weshalb ich früher alle Räume gefegt und nur den Flur mit dem kleinen Teppich gesaugt habe. Jetzt fege ich meist nur noch die Ecken und sauge gar nicht mehr. Wenn ich wischen will, fege ich vorher auch die gefliesten Räume.

Staubsaugroboter 2

Mein Staubsaugroboter iRobot Roomba 680

Es saugt und putzt der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann. ;) (Loriot)

Quasselstrippe

Quasselstrippe

Montag, 19. Februar

Heute habe ich es zum allerersten Mal geschafft. Und das mit gutem Gefühl.

Ich wollte nur eben zum Hausarzt, einen Termin für den Checkup machen. Vor der Tür traf ich zehn nach zwölf mit einem älteren Herrn zusammen, der sich gerade darin versuchte, die Praxis zu betreten. Ich hatte auf die Uhr gesehen und fragte ihn, ob wohl schon geschlossen ist. Ein Blick auf die Öffnungszeiten bestätigte dies. Er platzte damit los, dass er nur ein Rezept hatte holen wollen und weil er so nett lächelte in seinem seltsam derangierten, ungepflegten Aufzug und weil ich für den Moment gerne zuhören wollte, blieb ich kurz stehen. Er quasselte und quasselte ich wandte mich zum Gehen und langsam wurde es mir unangenehm, da ich auch noch das Buch aus der Buchhandlung holen wollte. Als er dann von seiner Erkältung anfing und ich mich daran erinnerte, dass er gerade eben davon geplappert hatte, sich in der Bar verquatscht zu haben und deshalb zu spät zum Arzt gekommen sei, machte ich einen weiteren, immer noch höflich, aber sehr deutlichen Versuch, mich zu verabschieden. Darauf reagierte er in keinster Weise, also ließ ich ihn einfach stehen und ging.

Darauf bin ich stolz. Keine Spur von schlechtem Gewissen.

Und ich weiß, wie das ist, quasselstrippig zu sein. Wenn ich manisch bin, muss man mir sehr deutlich Grenzen aufzeigen. Ob der Mann krank war oder einfach nur ein Plappermaul? Mir egal, das Gespräch war überwiegend nett, bis eben an diesen Punkt, wo deutlich wurde, dass er auf mich und meine Bemühungen, das Gespräch zu beenden, überhaupt nicht einging. Und diese Erfahrung gibt mir zu denken. Sollte ich meine quasselstrippigen Beiträge hier besser nicht alle veröffentlichen, mehr ausmerzen? Vor allem, wo ich jetzt auch daran denke, alles automatisch bei Facebook zu teilen. Mal sehen. Im Augenblick fühlt es sich gut an, wie es ist. Und ein Blog ist ja kein Gespräch im RL, den Unterschied kenne ich noch. ;)

Beschwerde erfolgreich

Beschwerde erfolgreich

Heut war es schön am Tisch. Nur laut drang Lärm an mein Ohr. Lärm aus dem Haus ist oft zu hörn. Doch heut ist es durch die Wand zu hörn. Es schabt und kratzt, es bohrt und klopft, es sägt und kreischt. Ich frag mich nur, wie lang noch? Bin müd und mag nicht mehr. Es nervt. Sehr.
Doch bald ist Tag des Herrn. Dann wird es still sein. Ich freu mich schon sehr.

Nacht vom 10. auf den 11. März 2018

Es ist eine Herausforderung, in einem so hellhörigen Haus zu wohnen. Normalerweise hören wir die alltäglichen Geräusche der Nachbarn vor allem von oben und unten, weil wir Holzdielenböden haben und anno 1955 nicht nach heutigen Maßstäben gedämmt wurde. Nun renovieren aber offensichtlich die Nachbarn nebenan, wie schon seit einigen Tagen zu hören ist. Heute haben sie mit einem Gerät gearbeitet, das sich anhörte, als würden sie den Fußboden abschleifen… soweit tagsüber. Und abends haben die, die ganz oben neu eingezogen sind, Besuch da gehabt und wie häufig die Musik angedreht. Wenn ich für mich selbst Musik anmachte, würde ich sie nur unwesentlich lauter hören wollen.

Ich schlafe schon die letzten drei Nächte nur sechs Stunden, bin erschöpft und wäre gern morgen ausgeruht, um eine Verabredung mit Freunden wahrzunehmen. Ich bin also im Schlafanzug hoch, habe gelauscht, ob der Lärm auch ganz sicher aus dieser Wohnung kommt und habe dann mit Herzklopfen geklingelt.

„Können Sie bitte die Musik etwas leiser machen?“ – „Kein Problem …“

Eigentlich ganz einfach. Mein Aufzug bzw. Anzug sprach ja sicherlich für sich. Die Neuen hatten sich nicht vorgestellt und waren mir noch nie begegnet, deshalb konnte ich nicht einschätzen, wie sie reagieren würden. Ich gehe davon aus, dass sie gar nicht wissen, wie laut sie hier unten zu hören sind. Die Musik war nach meiner Beschwerde nicht mehr zu hören, dafür Stimmengewirr und Stühlerücken. Da war mir die Musik lieber gewesen, auch wenn nicht mein Geschmack. Aber was tut man nicht alles, um schlafen zu können. Mittlerweile ist Ruhe eingekehrt und das erhoffe ich mir auch für den Sonntag.

Freunde bei Facebook

Freunde bei Facebook

Nun geht es bei mir auch los. Die ersten drei Freundschaftsanfragen von mir bisher nicht bekannten Personen habe ich unreflektiert angenommen und bereits beim dritten entdeckte ich in der Chronik ganz oben das Vorhaben, 1000 Freunde sammeln zu wollen.

Für die meisten scheint ausreichend zu sein, dass wir 1 gemeinsamen Freund haben, um sich selbst anzufreunden. Es scheint auch nicht notwendig, mir eine Nachricht zu schreiben und mich zu begrüßen, sich mal vorzustellen. Dafür gibt es ja die Chronik, da kann ich ja selber lesen oder eben nicht.

Für mich fühlte es sich falsch an, eine Freundschaft zu jemandem zu bestätigen, den ich überhaupt nicht kenne. Vertrauen nicht die anderen, denen ich tatsächlich schonmal begegnet bin und ab und an wieder über den Weg laufe, auf mein Urteil und finden jemanden okay, wenn der mit mir befreundet ist.?

Diese ersten drei Freunde habe ich inzwischen wieder entfernt und alle weiteren werde ich erstmal ablehnen. Meine Seite kann man abonnieren, ohne mit mir befreundet zu sein. Ich glaube aber nicht, dass ich auf Dauer dabei bleiben kann. Wenn ich richtig bekannt werden will, darf ich nicht so wählerisch sein mit meinen „Freunden“. Wenn.

Im neuen Gewand

Das neue Theme und der Namenswechsel ist euch vielleicht schon aufgefallen. Lysander trage ich nur noch im Untertitel, ansonsten steht jetzt überall Ingo S. Anders.

Das hängt damit zusammen, dass ich vorhabe – sollte es zu einer Veröffentlichung meines aktuell in der Mache befindlichen Romans kommen – dies unter meinen Pseudonym „Ingo S. Anders“ zu tun. Das ist natürlich weit voraus gedacht, macht in meinen Augen aber durchaus Sinn.

Warum jetzt? Weil ich jetzt anfange, unter Ingo S. Anders zu bloggen bei der Schreibkommune, dem dem Schreib-Forum zugehörigen Blog. Im Augenblick haben wir dort erst zwei Follower, aber ich gehe davon aus, dass die Seite das Potential hat, in kürzerer Zeit eine weitaus größere Fangemeinschaft an sich zu binden als mein persönliches Blog. Meine dortigen Beiträge habe ich vor, hier zu rebloggen.

Ich habe mir auch darüber Gedanken gemacht, ob ich hier wieder eine Struktur einhalten will, wie ich es anfangs ausprobiert hatte mit bestimmten Themen an bestimmten Wochentagen. Dadurch fühle ich mich jedoch zu eingeschränkt auf der einen Seite und auf der anderen Seite finde ich selbst als Leser es auf die Dauer langweilig, wenn es dienstags dies und donnerstags das gibt. Auch an eine mögliche Fortsetzung meiner Reihen habe ich gedacht. Im Augenblick fühle ich mich aber ganz wohl damit, nach Lust und Laune zu bloggen und werde das bis auf weiteres so beibehalten.

Es bleibt also ansonsten alles beim Alten. Vorerst. ;)

Heldentat der Woche

Ich ernenne meine Heldentat des Tages vom Dienstag hiermit zur Heldentat der Woche.

Neulich, und ich habe das hier gar nicht weiter geschildert, weil ich es viel zu banal fand, hatte sich eine Rentnerin vorgedrängelt. Ich stand in der Schlange am Leergutautomaten und ich hatte recht viel, für dort offensichtlich zu viel, Abstand gehalten, so dass Seniorin samt Rollator dazwischen passten. Als ich sie darauf hinwies, dass ich dort anstehe, murmelte sie nur etwas nicht in den Kontext passendes und blieb hartnäckig dort stehen, auch als ich zaghaft einen zweiten Vorstoß wagte.

Dieses Erlebnis hat mich zwei Wochen lang beschäftigt und damit auch meinen Ehemann. Dazu kam, dass sich in der selben Woche, ebenfalls beim Einkaufen, eine Dame mit mir völlig unnötigerweise um einen von zwei Einkaufswagen gezankt hatte und mich auch später, als ich den, auf den ich ausgewichen war, zurückbrachte, lautstark zurechtwies (ich könne den Wagen dort nicht hinschieben, weil dort kein Stecker sei, ungeachtet der Tatsache, dass mein Wagen keinen Stecker brauchte, weil kein Euro drinsteckte).

Ich fühlte mich einfach nur sowas von unfähig, in dieser Welt zu bestehen. Ich habe keinerlei Durchsetzungsvermögen, so dachte ich und alle hackten mir mit ihren Ellbogen in die Seiten. Ich habe schon zweimal an einem sozialen Kompetenztraining teilgenommen und dachte, das war völlig umsonst, weil ich mich ja doch ständig unterbuttern lasse.

Bis ich dann am Dienstag wieder eine Situation hatte, bei der ich mit entsprechend viel Abstand an einem Schalter anstand. Es drängelte sich ein Herr vor, der das offensichtlich nicht einmal bemerkt hatte. Also sprach ich ihn an: „Entschuldigung, ich stehe hier an.“ Daraufhin entschuldigte er sich, er habe das nicht gesehen und ich verwies auf die roten Striche auf dem Boden, die zur Einhaltung eines Diskretionsabstands aufforderten. Er entschuldigte sich nochmals und ich war dann als nächster dran.

Vielleicht halte ich dann beim nächsten Mal am Leergutautomaten keinen Diskretionsabstand ein, dann passt auch kein Rollator mehr dazwischen.

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