Freundekarussell

Vor geraumer Zeit hatte ich einen sehr engen Freund verloren, von dem ich mich leider verabschieden musste. „Mach’s gut.“

Dann hat sich eine langjährige Freundschaft, neun Jahre wären es jetzt, so ganz langsam zerrüttet. Das ursprünglich Verbindende war nicht mehr da, der Kontakt wurde seltener und zuletzt ausschließlich per WhatsApp.

Und genau auf diesem Wege kamen von ihm eigentlich überwiegend Kettenbriefe und Katzenvideos, während ich ihm gelegentlich einen meiner Blogartikel verlinkte, wenn ich dachte, es könnte ihn inhaltlich interessieren.

Als mal wieder so ein Kettenbrief kam, googelte ich – es wurde vor einem Kontakt gewarnt, den man nicht annehmen sollte – und fand einen Artikel, in dem erklärt wurde, dass es sich um einen Fake handelte und es diesen Virus nicht gab. Diesen verlinkte ich ihm.

Er wünschte mir viel Spaß beim Lesen, wenn ich so viel lesen wolle, dann bitte, er nicht. Ich erklärte, dass ich annehmen musste, dass er davon nichts gewusst hatte, wenn er mir sowas schickt.

Daraufhin machte er sich dann ausgiebig Luft und erklärte, mich aus dem Telefonbuch gelöscht zu haben. Von mir käme immer nur sowas Kopiertes, nie würde ich selbst was schreiben. Und anderes Unschönes.

Was ich sehr schade finde, wir haben einander lange Zeit durch dick und dünn begleitet. Wenn ich knallpsychotisch war, konnte ich bei ihm unterschlüpfen und er hat sich sehr liebevoll um mich gekümmert. Eine Zeitlang hat er bei uns gewohnt und geputzt, dass ich mich schon für einen Schmutzfink hielt.

Seid also gewarnt: Ich bin Schriftsteller. Ich lese viel. Und wenn ich euch einen Link schicke, dann führt er vielleicht zu meinem Blog. Das habe ich dann selbst geschrieben.

Der erstgenannte verlorene Freund ist nun wieder in meinem Dunstkreis aufgetaucht, nachdem ich bereits vor einem halben Jahr die weiße Flagge gehisst hatte. Meine Gefühle sind gemischt, vorsichtig müssen wir uns erst wieder aneinander herantasten. Eine Aussprache steht für mich noch aus. Zuviel Nähe werde ich nicht wieder zulassen.

„Das ist ja kein richtiger Urlaub!“

„Das ist ja kein richtiger Urlaub!“

Ich erwarte, im Urlaub etwas anderes zu erleben als im Alltag. Ich will, dass endlich mal was anderes an der Tagesordnung ist als Schlafen müssen, Pillen schlucken und über meine Gefühle reden. Ich will von meinen alltäglichen Pflichten entbunden werden. Wenn ich nicht sauber mache, soll es trotzdem sauber sein. Hier sammeln sich die Wollmäuse, sobald ich einmal den Sauger nicht angestellt habe. Ich will lecker bekocht werden.
Natürlich ist das nur begrenzt realisierbar, meine Tabletten muss ich auch im Urlaub nehmen. Von der Krankheit kann man keinen Urlaub machen.

Es war glaube ich schon im Mai, dass das Thema eines diesjährigen Urlaubs inklusive Verreisen aufkam. Ich fragte meinen Angetrauten, wo er denn hinwolle und es ergab sich eine Liste mit:

  • Spreewald
  • Harz
  • Thüringer Wald
  • Odenwald
  • Schwarzwald

und anderen, die auf „wald“ endeten.

Ich fragte spaßeshalber im Chat, ob mir jemand eine Empfehlung geben könne und als ich die Liste der möglichen Reiseziele benannte, tönte es, dies sei ja kein richtiger Urlaub. Ich wies darauf hin, dass wir Ende des Jahres umziehen und evtl eine neue Küche kaufen. Nun, da wir sparen müssen, sei dies ok. Aber da kannte man sich nicht aus, konnte mir leider nicht helfen.

Ich fürchte, ich habe die letzten 25 Jahre falschen Urlaub gemacht.

Als ich noch jung war, war kein Geld übrig und wenn ich nicht in der arbeitsfreien Zeit daheim blieb, so fuhr ich Internetbekanntschaften besuchen. Alle in Deutschland wohnhaft.

Wenn ich zuletzt im Ausland war, dann zu Besuch bei meinem Schwager in der Schweiz. Außerhalb von Europa war ich als Kind zuletzt. Es zieht mich dort auch nicht hin.

Ich denke, das werde ich auch die nächsten 25 Jahre machen. Ich bin alles andere als reisefreudig. Am liebsten würde ich zu Hause bleiben und mir nur die Hausarbeit abnehmen lassen.

Ich sah mich als nächstes auf den Tourismusportalen um und am ehesten sprach mich der Spreewald an, weil es da eben nicht nur Wandern als mögliche Aktivität gibt, sondern auch Kahnfahren oder Paddeln. Mit meinem aktuellen Gewicht schaffe ich nur Strecken bis 10km oder zwei Stunden zu Fuß, Paddeln traue ich mir nicht mehr als einmal ausprobieren zu.

Und dann fragte mein Göttergatte, was ich denn von Urlaub erwarte. Mit obigen Allgemeinplätzen wärmte ich mich auf und letztendlich habe ich in Urlaubserinnerungen geschwelgt und dabei kam heraus, dass ich es immer am besten fand, wenn es ständig etwas zu tun gibt, so wie im Cluburlaub üblich durch das Angebot verschiedener Kurse. Und ich schwimme gerne, deshalb ist ein Pool ein Muss.

Eigentlich könnte ich mich auch in die Tagesklinik einweisen lassen, da gibt es auch jeden Tag Programm. ;)

Also habe ich nach Cluburlaub für Paare gesucht und etwas Nettes in Griechenland gefunden mit interessanten Angeboten wie Zumba und Aquafitness. Klar, das gibts auch hier in Hamburg. Aber dann ist es ja kein richtiger Urlaub, gell?

Ich habe keine Zeit, keine Zeit zu haben!

Mein Aufreger des Tages war mal wieder die Begründung „keine Zeit“ für mangelndes Engagement. Diese Ausrede bringt mich regelmäßig zur Weißglut, weil sich so oft „keine Lust“ dahinter verbirgt. Mich stört daran die Unaufrichtigkeit.

Wenn ich mir Zeit fürs gemeinsame Projekt nehme und andere nicht, weil sie „keine Zeit“ haben, dann bewerten sie damit die gemeinsame Tätigkeit als minderwertig gegenüber anderen, für die sie sich Zeit genommen haben.

Ich glaube, was mich am meisten stört, ist die Tatsache, dass mir einfach irgendwann die Kraft ausgeht und noch Zeit übrig bleibt, während andere vor Schaffenskraft nur so strotzen und deren Vorhaben lediglich durch die Zeitkonkurrenz begrenzt sind.

Deshalb gibt es bei mir nie das Argument „keine Zeit“, weil ich immer bis zur Belastungsgrenze gehe. Vielleicht erwarte ich das deshalb von anderen auch, dass sie sich eben keine Zeit für Geburtstagsfeiern, Kinobesuche und anderes nehmen.

Wenn ich beispielsweise auf eine Grillparty gehen wollte, so wäre das für mich eine mehr als tagfüllende Beschäftigung. Natürlich habe ich für sowas keine Zeit, wenn ich ein Buch schreiben will und daneben für zwei Blogs schreibe.

Und schon hats mich auch erwischt. Keine Zeit. -.-

Seiten bei Facebook

Seiten bei Facebook

Ich habe nun die Erfahrung gemacht, dass ich bei Seiten, die ich abonniert habe, manchmal nur sehr wenig angezeigt bekomme, obwohl sehr viel mehr hätte da sein müssen. Als wenn man da nur sehr kurz runterscrollen kann, wenn ihr versteht, was ich meine. Da scheinen Beiträge zu fehlen, wenn man nicht rechtzeitig die Seite aufruft.

In der Chronik von Freunden kann man dagegen offenbar unendlich in die Vergangenheit scrollen, auch der Newsfeed gibt schon deutlich mehr her. Zudem habe ich von gewieften Nutzern erfahren, dass die Leute einem lieber als Freund folgen, anstatt Seiten zu abonnieren – vielleicht genau aus den vorgenannten Gründen.

Deshalb habe ich nun entschieden, die Beiträge aus dem Blog direkt in meine Chronik zu schieben und die Seiten nach einer Umstellungsphase zu löschen. Dann kann mich auch keiner wegen des EuGH-Urteils verklagen. ;)

Wenn ich alles richtig gemacht habe, sollte dieser Beitrag schon in der Chronik landen.

DSGVO: Ich bin Privatperson

So muss man es doch mal ganz nüchtern betrachten. Ich bin zwar Schriftsteller, aber ich verdiene kein Geld damit. Ich bin ein Rentner, der an seinem ersten Roman schreibt. Das ist alles. Hier gibts auch keine Werbung, wenn man sich mal umguckt (dafür zahle ich), auch wenn ich vielleicht mal das ein oder andere Produkt toll finde und meine Erfahrungen damit teile.

Trotzdem bin ich Checklisten durchgegangen und habe jetzt einiges umgekrempelt.

  • Den Cookie-Hinweis habe ich von Anfang an.
  • Meine Sharing-Buttons sind seit einer Weile hinter diesem Teilen-Button versteckt, den man erst klicken muss, um sie zu aktivieren.
  • Ich habe den Text beim Folgen-Button für die Mail-Follower erweitert und um den Hinweis ergänzt, dass die eMail-Adresse dabei gespeichert wird, was nicht wirklich jemanden überraschen dürfte.
  • Die Community-Widgets sind raus.
  • Die Gravatar-Bildchen bei den Kommentaren werden nicht mehr angezeigt. Die bei den Likes kriege ich nicht weg. Likes soll man wohl auch abstellen können, aber das will ich nicht. Trifft ja ohnehin nur Leute, die selbst bloggen.
  • Die Umwandlung von Smilies in Grafiken ist abgestellt.
  • Alle bisher geposteten Videos sind nun erweitert eingebettet oder entfernt. Bei den meisten hat die Einbettung leider nicht geklappt, es wird nur ein Link angezeigt. Vermutlich sind sie zu alt.
  • Ich habe eine Datenschutzerklärung verfasst: Datenschutz & Impressum Nicht sehr üppig, zugegeben, aber ich weiß auch nicht wirklich, was WordPress mit wessen Daten veranstaltet.
  • Ich habe den Text am Eingabefenster für Kommentatoren, die sich mit eMail-Adresse verifizieren, um einen Hinweis ergänzt, dass zusätzlich auch ihre IP gespeichert wird.
  • Was die IP mit den Kommentaren angeht, die kann und will ich nicht abstellen. Ich kann nur in Erwägung ziehen, die Kommentarfunktion gänzlich zu schließen. Finde ich aber doof, zumal es überwiegend Leute trifft, die selbst bloggen. Ich war im übrigen immer schon davon ausgegangen, dass meine IP überall gespeichert wird, wo ich draufklicke.

Ich meine, mehr gemacht zu haben, kann mich aber nicht im Einzelnen erinnern. Für mich ist die Umstellung jetzt erstmal abgeschlossen. Besser komme ich nicht dran an das, was gefordert ist, ohne Geld in die Hand zu nehmen. Und das finde ich im Augenblick nicht angemessen.

In den letzten Tagen beschleicht mich auch oft das Gefühl, dass ich eigentlich den gesamten Blog vom Netz nehmen könnte und es würde wohl kein Hahn danach krähen. Es wäre so einfach, mit einem Klick alles das zu löschen, was ich in den letzten zehn Jahren von mir gegeben habe. Was mich angreifbar macht. Stattdessen gebe ich alles, um irgendwie weitermachen zu können und das zu erhalten, was ich geschaffen habe.

Weil eben doch manchmal Leute auf der Seite landen und sich gründlich umsehen. Denen ich vielleicht genau mit meinen Erfahrungen weiterhelfen kann. Von denen ich aber idR nichts höre. Ich habe in zwei Jahren zwei Zuschriften bekommen. Eine Mail über das Kontaktformular von einer Jugendfreundin und eine Postkarte von jemandem, der mir schon einmal hier im Stadtteil über den Weg gelaufen war. „Richtige“ Fanpost dachte ich von Leuten zu bekommen, die irgendwie auf meiner Seite landen, meine Geschichten toll finden und mich deshalb anschreiben. Aber Pustekuchen.

Ich blogge weniger in letzter Zeit und das nicht nur, weil ich nach Möglichkeit jedes Wort in meinen Roman fließen lasse. [Dieser Satz ist mitsamt den folgenden dem Datenschutz zum Opfer gefallen.]

Datenschutz in meinem Blog

Bei Frau Papa bin ich auf die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) aufmerksam geworden. Sie überlegt, ihr Blog deshalb zu schließen. Ganz so wild ist es, denke ich nicht. Sie ist, soweit ich das beurteilen kann und wie auch von einem Kommentator angemerkt wurde, eine Privatperson, die nach Art. 2 c) DSGVO vom Geltungsbereich der Verordnung ausgenommen sind. Das trifft auf mich auch zu, solange ich nicht unter die Gewerbetreibenden gehe – das habe ich jedoch in absehbarer Zeit vor. Ich denke jedenfalls, dass ich als Schriftsteller ab einem gewissen Punkt als Unternehmer gelte. (Kia erklärt: Ab 50.000 Euro Umsatz pro Jahr, darunter ist man Kleinunternehmer.)

Deshalb muss ich mich erstmal nicht überschlagen, nur weil das Ding am 28. Mai diesen Jahres inkrafttritt. Schließlich will ja auch die Steuererklärung erledigt werden und anderes. Was ich auf die Schnelle hab erledigen können ist bereits angepasst. Dh der Satz bei der Folge-Aufforderung per eMail ist ergänzt um einen, dass dadurch die E-Mail-Adresse gespeichert wird. Wär ja auch keiner drauf gekommen. Der Facebook-Button ist wieder rausgeflogen, ebenso die auf meiner Seite angezeigten Avatare anderer. Für alles weitere brauche ich noch eine Weile. Wenn ich Glück habe, stellt auch WordPress eine Lösung bereit und ich muss nicht alles von Hand basteln.

Meine Datenschutzerklärung muss ich dann auch noch schreiben. Im Augenblick kann ich gar nicht aus dem Ärmel schütteln, welche Daten bei welcher Gelegenheit gesammelt werden, obwohl ich schon eine Weile recherchiere. Die Cookies, aber den Hinweis darauf habe ich von Anfang an. Bei den Kommentaren wird zum Beispiel auch die IP-Adresse gespeichert. Das ist auch etwas, das ich beibehalten werde, sollte es hinsichtlich des Inhalts des Kommentars einmal strafrechtlich relevant werden. Da sollte dann für den Kommentator eine Checkbox hin, dass er oder sie damit einverstanden ist. Aber wie ich das da hinzaubern kann, das weiß ich noch nicht. Beim Kontaktformular ist es mir schon gelungen.

Hier gibt es eine DSGVO-Checkliste für Blogs, die mir sehr weitergeholfen hat. An deren Ende sind auch Blogs verlinkt, die bereits fertig aufgerüstet sind für die DSGVO und in denen erklärt wird, wie man dies erreichen kann. Auch wenn ich nicht ganz verstanden habe warum, habe ich die automatische Umwandlung von Smilies in Bildchen abgeschafft. Gefällt mir im Schriftbild ohnehin besser. :)

Ein Anwalt erklärt die DSGVO auf deutsch, das finde ich sehr hilfreich. Nun weiß ich auch, dass ich verpflichtet bin, mich selbst anzuzeigen, sollte ich gehackt werden.^^

WordPress kündigt ein Update für Ende April, Anfang Mai an.

Mein Putzsklave saugt jetzt für mich

Mein Putzsklave saugt jetzt für mich

Ich habe mir nach langem Ringen zwischen Geiz und Faulheit einen Staubsaugroboter angeschafft. Die Lektüre der Rezensionen im großen Onlinekaufhaus war mir eine Freude, da doch mehr oder minder freiwillig amüsant. Auch mein Saugsklave hatte seine Kinderkrankheiten. Ich habe ihn die ersten Male bei der Arbeit beobachtet, um mir einen Eindruck davon zu verschaffen, wie er funktioniert und um die Schwachstellen unserer Wohnung auszuloten.

Zunächst mal ist er laut, macht aber im Gegensatz zum anderen Sauger, zusätzlich unregelmäßige Geräusche durch seine Bewegungen. Es ist also nicht nur das Sauggeräusch, sondern auch noch ein Rollen, das verschieden klingt, je nach Drehbewegung oder der Fahrt nach geradeaus. Neben dem Saugen pustet er auch vor sich her und ein sich drehendes Pinselchen, das den Dreck in Richtung der Saugöffnung bugsiert, ist ebenfalls zu hören. Schließlich gibt es noch ein Rumpeln, wenn er zum Beispiel über das Gestänge des Wäscheständer klettert und das Klopfen, wenn er an Gegenstände wie zum Beispiel Türen fährt.

Diese wechselhafte Geräuschkulisse ist der Grund dafür, dass der Sauger nur dann im Einsatz ist, wenn ich außer Haus bin. Bei dem Lärm kann ich nämlich nicht arbeiten.

Wenn man ihn in einem Raum einsperrt, in den er selbst reingefahren ist, damit er da drin konzentriert sauber macht, bummert er ständig an die Tür, weil er wieder raus will. Dafür gibt es diese Barriere, die man dann einsetzen sollte. Die war im Lieferumfang enthalten.

Es gibt einige Ecken, da kommt das Gerät nicht hin. Zum Beispiel unterm Schreibtisch hinter den Tischbeinen. Da sammeln sich mit der Zeit die Wollmäuse. Ebenso hinter der Tür, deshalb fege ich da vorher. Die Tür in meinem Zimmer geht nur halb auf, weil sie an den Schreibtisch stößt. Der Sauger fährt dann dahinter, stößt immer mal an die Tür, diese schließt sich und die Maschine ist im Zimmer eingesperrt. Komme ich also zurück, finde ihn da mit leerem Akku. Deshalb stelle ich hinter diese Tür meine Barriere und stelle sie auf Kreis.

Einmal kam ich nach Hause, da war der Sauger im Flur liegengeblieben. Er hatte die Kabel von Telefon und Router eingesaugt. Das war nicht weiter wild, hat aber gereicht, um ihn lahm zu legen. Übel hat es einmal den Wecker erwischt, das war richtig stramm um die Bürste gewickelt. Es haben beide Kontrahenten überlebt, aber hätte nicht sein müssen. Die Isomatte lege ich immer vorher auf den Tisch, da er die sonst nur durch den Raum schiebt.

Es ist also so, dass ich mit einigen Handgriffen die Wohnung vorbereite, damit der Sauger ungestört arbeiten kann. In Räume wie Küche, Bad und Klo lasse ich ihn gar nicht erst rein; ich fege den Dreck vorher raus und er nimmt den dann mit. Und ich trage es dann wieder in den Mülleimer, wenn ich den Behälter leere. Thats fucking teamwork! :D

Ich empfehle jedem den Kauf, der keine Lust hat, selbst zu saugen. Das hasse ich nämlich, weshalb ich früher alle Räume gefegt und nur den Flur mit dem kleinen Teppich gesaugt habe. Jetzt fege ich meist nur noch die Ecken und sauge gar nicht mehr. Wenn ich wischen will, fege ich vorher auch die gefliesten Räume.

Staubsaugroboter 2

Mein Staubsaugroboter iRobot Roomba 680

Es saugt und putzt der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann. ;) (Loriot)

Quasselstrippe

Quasselstrippe

Montag, 19. Februar

Heute habe ich es zum allerersten Mal geschafft. Und das mit gutem Gefühl.

Ich wollte nur eben zum Hausarzt, einen Termin für den Checkup machen. Vor der Tür traf ich zehn nach zwölf mit einem älteren Herrn zusammen, der sich gerade darin versuchte, die Praxis zu betreten. Ich hatte auf die Uhr gesehen und fragte ihn, ob wohl schon geschlossen ist. Ein Blick auf die Öffnungszeiten bestätigte dies. Er platzte damit los, dass er nur ein Rezept hatte holen wollen und weil er so nett lächelte in seinem seltsam derangierten, ungepflegten Aufzug und weil ich für den Moment gerne zuhören wollte, blieb ich kurz stehen. Er quasselte und quasselte ich wandte mich zum Gehen und langsam wurde es mir unangenehm, da ich auch noch das Buch aus der Buchhandlung holen wollte. Als er dann von seiner Erkältung anfing und ich mich daran erinnerte, dass er gerade eben davon geplappert hatte, sich in der Bar verquatscht zu haben und deshalb zu spät zum Arzt gekommen sei, machte ich einen weiteren, immer noch höflich, aber sehr deutlichen Versuch, mich zu verabschieden. Darauf reagierte er in keinster Weise, also ließ ich ihn einfach stehen und ging.

Darauf bin ich stolz. Keine Spur von schlechtem Gewissen.

Und ich weiß, wie das ist, quasselstrippig zu sein. Wenn ich manisch bin, muss man mir sehr deutlich Grenzen aufzeigen. Ob der Mann krank war oder einfach nur ein Plappermaul? Mir egal, das Gespräch war überwiegend nett, bis eben an diesen Punkt, wo deutlich wurde, dass er auf mich und meine Bemühungen, das Gespräch zu beenden, überhaupt nicht einging. Und diese Erfahrung gibt mir zu denken. Sollte ich meine quasselstrippigen Beiträge hier besser nicht alle veröffentlichen, mehr ausmerzen? Vor allem, wo ich jetzt auch daran denke, alles automatisch bei Facebook zu teilen. Mal sehen. Im Augenblick fühlt es sich gut an, wie es ist. Und ein Blog ist ja kein Gespräch im RL, den Unterschied kenne ich noch. ;)

Beschwerde erfolgreich

Beschwerde erfolgreich

Heut war es schön am Tisch. Nur laut drang Lärm an mein Ohr. Lärm aus dem Haus ist oft zu hörn. Doch heut ist es durch die Wand zu hörn. Es schabt und kratzt, es bohrt und klopft, es sägt und kreischt. Ich frag mich nur, wie lang noch? Bin müd und mag nicht mehr. Es nervt. Sehr.
Doch bald ist Tag des Herrn. Dann wird es still sein. Ich freu mich schon sehr.

Nacht vom 10. auf den 11. März 2018

Es ist eine Herausforderung, in einem so hellhörigen Haus zu wohnen. Normalerweise hören wir die alltäglichen Geräusche der Nachbarn vor allem von oben und unten, weil wir Holzdielenböden haben und anno 1955 nicht nach heutigen Maßstäben gedämmt wurde. Nun renovieren aber offensichtlich die Nachbarn nebenan, wie schon seit einigen Tagen zu hören ist. Heute haben sie mit einem Gerät gearbeitet, das sich anhörte, als würden sie den Fußboden abschleifen… soweit tagsüber. Und abends haben die, die ganz oben neu eingezogen sind, Besuch da gehabt und wie häufig die Musik angedreht. Wenn ich für mich selbst Musik anmachte, würde ich sie nur unwesentlich lauter hören wollen.

Ich schlafe schon die letzten drei Nächte nur sechs Stunden, bin erschöpft und wäre gern morgen ausgeruht, um eine Verabredung mit Freunden wahrzunehmen. Ich bin also im Schlafanzug hoch, habe gelauscht, ob der Lärm auch ganz sicher aus dieser Wohnung kommt und habe dann mit Herzklopfen geklingelt.

„Können Sie bitte die Musik etwas leiser machen?“ – „Kein Problem …“

Eigentlich ganz einfach. Mein Aufzug bzw. Anzug sprach ja sicherlich für sich. Die Neuen hatten sich nicht vorgestellt und waren mir noch nie begegnet, deshalb konnte ich nicht einschätzen, wie sie reagieren würden. Ich gehe davon aus, dass sie gar nicht wissen, wie laut sie hier unten zu hören sind. Die Musik war nach meiner Beschwerde nicht mehr zu hören, dafür Stimmengewirr und Stühlerücken. Da war mir die Musik lieber gewesen, auch wenn nicht mein Geschmack. Aber was tut man nicht alles, um schlafen zu können. Mittlerweile ist Ruhe eingekehrt und das erhoffe ich mir auch für den Sonntag.

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