Genesung

Genesung bedeutet für mich, mit der Krankheit leben zu lernen.

(Ich selbst im Vorwege einer Begriffsbestimmung in einem Beitrag im Blog zum Auftakt der Reihe in der Rubrik Genesung.)

Ich habe die EX-IN-Ausbildung absolviert und bin zertifizierter Genesungsbegleiter.

Mein Genesungsweg bzgl. meiner schizo-affektiven Störung begann offiziell mit Erhalt der Diagnose. Fünf Jahre später wurde diese korrigiert. Ich bin bipolar. Durch die richtige Diagnose bin ich auch an das richtige Medikament gekommen: Lithium.

Aber auch alle Erfahrungen, die ich vorher bereits sammeln durfte, haben natürlich zu meiner Genesung beigetragen. Denn ich verfügte über Ressourcen, auf die ich zurückgreifen konnte. Zum Beispiel war ich bereits als Kind sehr selbständig und konnte mich selbst versorgen. Warum sollte ich das als Erwachsener nun wegen einer Erkrankung plötzlich nicht mehr können? Notwendig war jedoch Hilfe von außen, um mich an diese Fähigkeiten und Kenntnisse zu erinnern.

Mein letzter Klinikaufenthalt war im August/September 2016. Noch läuft mein Vertrag mit der Integrierten Versorgung. Mein Rentenantrag ist mittlerweile durch. Einen Erhöhungsantrag habe ich gestellt, mein GdB ist bisher 30.

In diesem Bereich meiner Homepage möchte ich  herausstellen, wie meine Genesung gelungen ist, was ich selbst dazu beigetragen habe und was ich in meinen Alltag aktiv unternehme, um meine Gesundheit zu erhalten.

Dies versuche ich so nachvollziehbar zu beschreiben, dass andere es mir nachmachen können oder Erkenntnisse für ihre Arbeit gewinnen und vielleicht so andere Menschen besser unterstützen können. Und natürlich hilft es mir ungemein bei der Selbstreflektion.

 

Dazu gebloggt

Bücher und Filme, die mich bewegt haben

  • Als ich unsichtbar war, Genesungsbericht von Martin Pistorius, der 11 Jahre als hirntot galt und dann…
  • Schnupfen im Kopf, Film von Til Schweiger über Alzheimer